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Die Solarbranche im Dialog mit der Politik

- BSW-Solar-Geschäftsführer Carsten Körnig im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: privat
Seit Jahren setzt sich der BSW-Solar gezielt für mehr Investitionssicherheit, die Schaffung und Sicherung geeigneter Marktanreizprogramme und einen partei- und gesellschaftsübergreifenden Konsens beim Ausbau der Solarenergie ein. Tag für Tag sind engagierte und kompetente Streiter des Verbandes auf den Fluren von Bundestag und Ministerien in Berlin unterwegs. Nur wer zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, bei den richtigen Entscheidern für die Photovoltaik und Solarthermie wirbt, kann die Interessen der Branche erfolgreich und langfristig zielführend vertreten.
Die Weichen sind gestellt - das Klima wird rauer
Das Anfang 2000 in Kraft getretene Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) und seine Novelle 2004 lösten einen beispiellosen Solarboom im Strombereich aus. Der Umsatz der Branche ist binnen kürzester Zeit auf jährlich über sieben Milliarden Euro gewachsen. Ein Erfolg, der maßgeblich der Schaffung geeigneter politischer Rahmenbedingungen zuzuschreiben ist. Das harte Ringen bei der Novellierung des EEG sowie den Fördergesetzgebungen für solarthermische Anlagen zeigt jedoch, wie schwierig es ist, sich bei der Politik gegen das massive Störfeuer zahlreicher anderer Interessengruppen durchzusetzen. Je wettbewerbsfähiger die Solarenergie wird, desto mehr Gegenwind wird sie durch finanzstarke Lobbyisten ernten. Denn unser Wachstum schmälert naturgemäß den Ertrag Derjenigen, die am "Status Quo" des fossilen Energiemixes verdienen. Umso erfreulicher ist es, dass die Politikberater des BSW-Solar im Juni 2008 auch die Neu-Novellierung des EEG im Sinne der Branche positiv mitgestalten konnten, auch wenn verschärfte Degressionskurven ab 2009 die Solarindustrie unter verstärkten Innovationsdruck setzen. Für die Solarthermie konnte dank beharrlicher Fürsprache über Jahre hinweg im Juni 2008 ein bundesweites Wärmegesetz initiiert werden. Experten erwarten wichtige Impulse für die Marktbelebung von diesem Gesetz. So kann es gelingen, den "schlafenden Riesen" Solarwärme endlich zu wecken.
Ohne starke Lobby keine solare Energiewende

- Der FDP-Vorsitzende Westerwelle informiert sich über neueste Zelltechnologie. Foto: BSW-Solar
Ein Blick in die Vergangenheit beweist, dass junge Zukunftstechnologien engagierte Verbände und politische Unterstützung aus allen Parteien brauchen, um nachhaltig wachsen zu können.
Die aktuell weltweit beispielhaften Rahmenbedingungen machen Solarenergie schon jetzt für Verbraucher in Deutschland attraktiv. Der Weg hin zur förderunabhängigen Energiegewinnung wird allerdings noch mindestens bis ins nächste Jahrzehnt politische Fürsprache auf breiter Basis brauchen. Nur so werden erneuerbare Energien die zur Neige gehenden fossilen Rohstoffe in den nächsten Jahren sukzessive ersetzen können.
Die Verankerung notwendiger Markteinführungsinstrumente bei allen Parteien zählt daher zu den größten Herausforderungen der kommenden Jahre.
Gemeinsam für die Interessen eintreten
Die Solarindustrie muss sich diesem Ziel gemeinsam stellen und künftig noch stärker für die eigenen Interessen eintreten. Politikberatung kann nur dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn sie von der gesamten Branche getragen wird. Was bei der Politik zählt, sind Stimmen, die Arbeitsplätze und Umsatz repräsentieren. Deshalb bieten wir an, im eigenen und im Interesse der ganzen Branche Mitglied des BSW-Solar zu werden. Bedenken Sie: Ohne vernünftige Förderbedingungen fehlt die Investitions- und Wachstumsgrundlage auch für Ihr Unternehmen! Wir versprechen Ihnen, uns auch in Zukunft mit voller Kraft für den Ausbau der Solarenergie und optimale Geschäftsgrundlagen einzusetzen. Damit auch im Falle eines künftigen Regierungswechsels die Zukunft der Photovoltaik und Solarthermie gesichert bleibt!
