Baden-Württemberg nutzt die Sonne - 21 Prozent des geeigneten Dachflächenpotenzials werden bereits für die Stromerzeugung aus Solarenergie genutzt

Laut einer aktuellen bundesweiten Befragung von infratest/dimap sprechen sich 57 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung für eine zügigere Umsetzung der Energiewende aus. Trotzdem ist das Potenzial bei der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Energien noch lange nicht ausgeschöpft. Wie die Energiewende mit Solarenergie umgesetzt werden kann, erfahren Interessierte in dieser Woche auf zahlreichen Informationsveranstaltungen zur Woche der Sonne, die vom 26. April bis 5. Mai bundesweit stattfinden.

Baden-Württemberg nutzt derzeit bereits rund 21 Prozent der potenziell geeigneten Dachflächen für die Stromerzeugung aus Solarenergie. Damit ist Baden-Württemberg zweitstärkstes Solarland hinter Bayern. Mit vielfältigen Veranstaltungen zur bundesweiten Aktionswoche zeigen Energieberater, Fachbetriebe und Solarinitiativen, was Hausbesitzer aus ihrem Dach herausholen können und wie sie sich mit Hilfe von Solarstrom, Solarwärme und Holzpellets weitgehend unabhängig von steigenden Energiepreisen machen können. Dass das von einem Großteil der deutschen Bevölkerung gewollt ist, unterstreicht die Befragung von infratest/dimap, die der Bundesverband Solarwirtschaft gemeinsam mit dem Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband anlässlich des Auftakts zur bundesweiten "Woche der Sonne" am vergangenen Donnerstag in Berlin veröffentlicht hat. Wie die Befragung zeigt, wollen sich 76 Prozent der Deutschen selbst für die Energiewende engagieren, bei den Hausbesitzern sind es sogar 81 Prozent. Davon könnten sich 60 Prozent vorstellen, selbst eine Solaranlage auf dem Dach des von ihm bewohnten Ein- oder Mehrfamilienhauses zu errichten.

"Während die Politik noch über die Umsetzung der Energiewende diskutiert, wollen viele Bürgerinnen und Bürger die umweltfreundliche Energie aus Sonne und Holz privat nutzen und die Energiewende schneller umsetzen", so Jörg Mayer vom Bundesverband Solarwirtschaft. "Oft wissen sie aber nicht, wie sie die Technik einsetzen und Solarenergie und Holzpellets selbst nutzen können. Während der Woche der Sonne zeigen Experten und Praktiker vor Ort, wie die Energiegewinnung mit Solarstrom, Solarwärme und Holzpellets funktioniert und beantworten alle Fragen zu Installation, Technik, Förderung und Finanzierung."

Seit dem Jahr 2007 hat sich die jährlich erzeugte Menge Solarstrom in Baden-Württemberg um etwa das 6-fache erhöht. 2012 waren 244.828 Solarstromanlagen installiert. Dadurch wurden im vergangenen Jahr knapp 2,7 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht im Durchschnitt dem jährlichen CO2-Ausstoß von rund 1,3 Millionen Mittelklasse-Pkw.

Auch in Baden-Württemberg sind zahlreiche Veranstaltungen zur Woche der Sonne angemeldet. Hier drei Beispiele aus dem Veranstaltungskalender (mit Link zum jeweiligen Eintrag):

Diese und alle weiteren Veranstaltungen zur Woche der Sonne können schnell und unkompliziert über die Veranstaltungssuche im Internet recherchiert werden: www.woche-der-sonne.de/solarenergie-so-gehts/veranstaltung-suchen.html

Mit der Woche der Sonne machen sich Initiativen, Verbände, Kommunen und Unternehmen gemeinsam für den Ausbau der solaren Energieerzeugung stark. Seit 2007 fanden während der bundesweiten Aktionswoche insgesamt 24.000 Veranstaltungen mit rund 2 Millionen Besuchern statt. Gefördert wird die Aktionswoche von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Unternehmen der Solar- und Pelletbranche. Partner sind u. a. die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Handwerksverbände ZVDH, ZVEH und ZVSHK sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB). Organisiert wird die Woche der Sonne vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) in Kooperation mit dem Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV).

Mehr Informationen im Internet unter www.woche-der-sonne.de  

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