Zeit für Glaubwürdigkeit und Klimaschutz im Verkehr

Statement des Bundesverband Erneuerbare Energie

"Die Automobilindustrie made in Germany kann ihre Glaubwürdigkeit nur zurückgewinnen, wenn sie konsequent auf Umwelt- und Klimaschutz setzt. Bislang haben Kunden weltweit Innovation und Klimaschutz mit deutschen Produkten verbunden. Asiatische Autohersteller befinden sich jetzt auf der Überholspur", betont Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Die Technologien für den postfossilen Verkehr seien schon jetzt vorhanden: biogas- und biokraftstoffbetriebene Fahrzeugen, Elektroantrieb mit Ökostrom, Brennstoffzellen mit Wasserstoff aus Windstrom. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, einen Strategiewechsel einzuleiten.

"Elektroautos haben keinen Auspuff und können keine Schadstoffe ausstoßen. Wirklich sauber sind sie jedoch nur, wenn sie vollständig mit Strom aus sauberen Energiequellen betrieben werden." Kurzfristig bietet auch Biomethan eine saubere und klimaneutrale Lösung. Nach dem Einbruch des Biogasmarktes habe sie allerdings kaum mehr reelle Chancen. Eine umfassende Mobilitätsstrategie müsse zeigen, wie Schritt für Schritt der Verkehrssektor umgestellt werden kann. Zudem müsse sie über den PKW-Verkehr hinausgehen und LKWs wie auch den öffentlichen Nahverkehr mit einbeziehen.

Bis 2050 könnten wir uns komplett auf Basis Erneuerbarer Energien bewegen; dabei werden elektrische Antriebe ebenso eingesetzt wie bioenergiebasierte. Bis es soweit ist, sieht der BEE als Leitbild bis 2025 einen Emissionswert von 50 Gramm/Kilometer. Für die Einhaltung der Abgaswerte sollte die Bundesregierung Sorge tragen – jetzt und in Zukunft. Sie ist auch gefragt, mit Investitions- und Kaufanreizen die Rahmenbedingungen für eine künftig nachhaltige Mobilität zu setzen. Jeder siebte Arbeitsplatz des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland liegt in der Automobilindustrie. Ein Strategieschwenk zur klimafreundlichen Mobilität setzt die richtigen Akzente für die Zukunft dieser Arbeitsplätze.

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