Mit Solarwärme neue Baustandards einhalten

2016 kommen verschärfte Energiestandards für Neubauten und Effizienzlabel für alte Heizungsanlagen / Solarenergie kann künftige Standards schon heute kosteneffizient erreichen / Sonnenheizungen steigern die Unabhängigkeit und werden ab 1.1.2016 noch großzügiger gefördert

Am 1. Januar 2016 tritt die nächste Stufe der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Für Neubauvorhaben heißt das: Der maximal zulässige Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasser, Kühlung und Lüftung sinkt um 25 Prozent. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. weist Bauherren darauf hin, dass Neubauten ab diesem Zeitpunkt faktisch nicht mehr ohne den Einsatz Erneuerbarer Energien auskommen. Besonders kosteneffizient lassen sich die neuen gesetzlichen Standards von Bauherren in der Regel durch die Kombination einer Solaranlage mit einem Gas-Brennwertkessel erfüllen. Am klimafreundlichsten dürfte meist die Kombination einer Solaranlage mit einer Pelletheizung sein.

Auch bei Bestandsbauten lohnt die Nachrüstung einer Solaranlage nicht nur im Falle einer Heizungsmodernisierung meist. Die Bundesregierung will darauf ab 2016 unter anderem mit der Einführung eines neuen Effizienzlabels (A++ bis E) aufmerksam machen. Mit dem aus anderen Bereichen bereits bekannten Kennzeichnungssystem sollen nach und nach auch alte Heizungsanlagen gekennzeichnet werden. Solarinstallateure dürfen dieses Label ausstellen, ab 2017 auch die Schornsteinfeger.

„Mit Solarwärme ist man für die neuen Herausforderungen bestens gewappnet“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. „Eine Sonnenheizung erreicht den neuen EnEV-Standard im Neubau kosteneffizient und komfortabel. Auch beim Austausch einer alten, ineffizienten Heizungsanlage sollte Solarenergie die erste Wahl sein.“

Eine Solaranlage verbraucht keine Brennstoffe, senkt die Energiekosten und steigert den Wert der Immobilie. „In hohe energetische Standards zu investieren und auf Solarenergie zu setzen, zahlt sich auf jeden Fall aus“, so Körnig weiter. „Damit das eigene Haus auch auf längere Sicht energetisch zeitgemäß bleibt, sollte man mit Hilfe von Solarenergie und Solarspeichern schon heute bei der Wärme- und Stromversorgung auf eine größtmögliche Selbstversorgung mit Erneuerbaren Energien setzen. Die gesetzlichen Anforderungen werden weiter steigen.“

Solarkollektoren zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung sind zuverlässig, effizient und millionenfach erprobt. Allein in Deutschland sind rund zwei Millionen Sonnenheizungen installiert. Die Bundesregierung fördert den Heizungstausch in Bestandsgebäuden mit großzügigen Zuschüssen und hat diese zum 1.1.2016 um rund 20 Prozent erhöht. Außerdem wird der Umstieg mit günstigen Krediten unterstützt, die Förderung kann bis zu neun Monate nach Inbetriebnahme beantragt werden. Je nach Effizienzstandard werden auch Neubauten mit zinsvergünstigten Darlehen und Zuschüssen gefördert.

Hintergrund

  • Ein neues BSW-Solar-Merkblatt zur Energieeinsparverordnung können Verbraucher kostenlos im Internet herunterladen: www.solartechnikberater.de

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