Innovatives Solarwärme-Projekt erreicht den 2. Platz beim Contracting - Award 2016
Solarwärme-Contracting mit Bürgerbeteiligung
SOLID wurde am Dienstag für das Projekt "Solarwärme-Contracting mit Bürgerbeteiligung" mit dem 2. Platz beim Contracting-Award 2016 ausgezeichnet. Der alle 2 Jahre vom Energieeffizienzverband AGFW sowie der Fachzeitschrift Energie&Management vergebene Preis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Energiebranche im deutschsprachigen Raum. Erstmalig befand sich ein Solarwärme – Projekt unter den nominierten Teilnehmern. Das Projekt konnte unter anderem durch die wirtschaftlich sinnvolle Einbindung von Solarwärme in die Fernwärme überzeugen.
Im Herbst 2014 wurde am Fernheizwerk Puchstrasse in Graz eine große Freiflächen-Solarthermieanlage errichtet, aus der Wärme an den Betreiber des Heizwerks, die Energie Steiermark Wärme GmbH, geliefert wird. Die Anlage wurde von SOLID als Energieliefer-Contractingmodell umgesetzt.
Die Finanzierung erfolgte teilweise über das wegweisende Bürgerbeteiligungsmodell "SOLID Invest". Durch diese Form der Finanzierung, die man bei Erneuerbaren Energien bisher nur aus PV und Windkraft kannte, hat das Projekt Modellcharakter und hilft die Verbreitung einer 100 Prozent erneuerbaren Technologie voranzutreiben.
Mit der zwischenzeitlich von 2.200 auf 2.750 qm Kollektorfläche erweiterten Freiflächenanlage wird der aktuelle technische Stand der Kollektortechnologie und deren Leistungsfähigkeit dokumentiert. Es sind 6 unterschiedliche Kollektortypen aus 4 europäischen Ländern verbaut, die messtechnisch getrennt voneinander erfasst werden können. Die speziell für Fernwärmeanwendungen konzipierten Hochtemperatur- Kollektoren verfügen über zwei transparente Abdeckungen, um die Wärmeverluste deutlich zu reduzieren. Denn der Rücklauf des Fernwärmenetzes liegt ganzjährig über 60 Grad Celsius. Die Vorlauftemperatur des Solarkreises beträgt mindestens 80 Grad Celsius, je nach Bedarf auch bis zu 95 Grad Celsius.
Die Anlage hat eine thermische Leistung von rund 1,9 MW und liefert jährlich etwa 1.300 MWh Wärme. Dies ergibt eine CO2-Einsparung von etwa 380 Tonnen und trägt gleichzeitig zur Feinstaubreduktion in der Stadt bei.
Mit bereits in früheren Jahren installierten Kollektorflächen auf verschiedenen Gebäuden am Standort fügt sich die Freiflächenanlage zur größten Solarthermieanlage Mitteleuropas mit derzeit rund 7.750 qm.
Trotz des technischen und wissenschaftlichen Anspruchs erfüllt die Solarthermieanlage strenge, betriebswirtschaftliche Anforderungen. Der Wärmepreis aus der Kollektoranlage ist konkurrenzfähig mit der aus Erdgas erzeugten Wärme.
Solarwärme hat darüber hinaus den einzigartigen Vorteil, dass die Wärmeerzeugung über mindestens 20 Jahre kalkulierbar und preisstabil ist. Die Betriebskosten bewegen sich im niederen einstelligen Prozentbereich. Somit kann dieses Projekt auch für deutsche Wärmeversorger Vorbild sein.
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