Pakistanischer Solarmarkt: Interessante Marktnischen für europäische Qualitätsanbieter

Bundesverband Solarwirtschaft veröffentlicht Studie über pakistanischen Photovoltaikmarkt / Großes Potenzial und gute Bedingungen / Multiplikatoren steigern Qualitätsbewusstsein

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat im Auftrag der GIZ eine Studie über den pakistanischen Solarmarkt erstellt. Mit einer hohen Solarstrahlung und jüngst verbesserten Rahmenbedingungen bietet das Land gute Voraussetzungen für die Solarstromerzeugung. Die Studie "Pakistan Solar Quality Potential: Measures to Increase the Market Demand for Quality" untersucht das Qualitätsbewusstsein in den unterschiedlichen pakistanischen Kundensegmenten.

Aufgrund längerer Amortisationserwartungen ist das größtes Photovoltaik-Potential im industriellen Bereich anzutreffen und hier insbesondere in der Textil-, Sport- und Pharmabranche. Dabei sind die Absatzchancen für schlüsselfertige Photovoltaik-Anlagen sowie Wechselrichter, Batterien und Prüfinstrumente am höchsten. Die Wissensdefizite der Marktakteure über Qualitätsstandards sowie der Aufbau eines Vertriebs- und Servicenetzwerks stellen die zentralen Herausforderungen beim Erschließen des pakistanischen Solarmarkts dar.

Um höhere Qualitätsstandards im Markt zu verankern, führte der BSW-Solar in Zusammenarbeit mit dem pakistanischen Beratungsunternehmen Stimulus Train-the-Trainer-Schulungen in Lahore durch. Eingebunden waren ein technisches Ausbildungszentrum (TEVTA), eine Forschungseinrichtung der Universität Punjab (CERAD) und die Firma Nizam Energy, eines der größten Solarunternehmen in Pakistan. Auf Basis des BSW-Trainingsprogramms werden diese Organisationen im Jahr 2017 Schulungen für Installateure anbieten. In Kürze werden 21 Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards der International Electrotechnical Commission (IEC) zur Prüfung importierter Produkte in Pakistan angewandt, womit sich die Chancen europäischer Qualitätsanbieter weiter verbessern dürften.

 

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