Aus Halstenbek in die Champions League: Neuartige Solartechnologie erhält EU-Förderung. / Solare Kraft-Wärme-Kopplung von SunOyster macht Wärme zum preiswerten Nebenprodukt von Strom. / Erste Projektphase von „SunOyster cooling – SOcool“ startet. / Künftig Erzeugung von Strom, Wärme und Kühlung aus einer Hand.
In 2016 wurden in Deutschland nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE 6,5 Prozent des erzeugten Bruttostroms aus Photovoltaikanlagen gewonnen. Der Gesamtwert für alle erneuerbaren Energien liegt bei etwas über 32 Prozent. An sonnigen Werktagen kann der Strom aus Photovoltaik-Anlagen zeitweise bis zu 35 Prozent, an Sonn- und Feiertagen bis zu 50 Prozent des momentanen Stromverbrauchs decken. Wie die Kraft der Sonne noch effektiver und effizienter genutzt werden kann, stellt das junge Unternehmen SunOyster Systems GmbH aus Halstenbek bei Hamburg unter Beweis. Mit der eigenentwickelten neuartigen Solartechnologie ist es nicht nur möglich, Strom mit einem deutlich höheren Wirkungsgrad als bisher zu produzieren – sondern gleichzeitig Wärme als Nebenprodukt zu erzeugen.
"Wir haben das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, das man aus der konventionellen Energieerzeugung in Blockheizkraftwerken kennt, auf die Solarenergie übertragen", erklärt Dr. Carsten Corino. Der Gründer der SunOyster Systems GmbH und sein Team tüfteln bereits seit fünf Jahren an der anspruchsvollen Technologie. Mit Erfolg: Im Frühjahr 2017 wurden sie als eins von nur zwei deutschen Unternehmen unter Hunderten von Bewerbern für eine KMU-Förderung im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms HORIZON 2020, Phase 2 ausgewählt. Das KMU-Instrument ist ein Förderprogramm, das kleinen und mittleren Unternehmen hilft, von einem funktionierenden Prototypen zur Serienreife ihres Produktes zu gelangen. "Unser Unternehmen wird nun in den nächsten zwei Jahren in dem Projekt SOcool die Kombination aus der SunOyster und thermischen Kältemaschinen zur Marktreife zu entwickeln", erklärt Corino.
Inhalt des Projektes ist die Umwandlung der durch die SunOyster generierten Wärme in Kälte. So kann die SunOyster den Bedarf eines Gebäudes an Strom, Wärme und Kälte decken. Das Team um Carsten Corino hat jetzt die Projektphase gestartet. "Zunächst konzentrieren wir uns auf den Bereich Hotellerie", erläutert Corino und ergänzt: "Hier streben wir eine besonders effiziente Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, die sogenannte Trigeneration, an. Aus den 15 kW Direkteinstrahlung der Sonne auf den SunOyster-Spiegeln werden so rund 5 kW Strom, 5 kW Kälte und 12,5 kW Nutzwärme. In Pferdestärken ausgedrückt: Die etwa 20 PS Sonnenstrahlung werden so zu stolzen 30 PS Nutzleistung." Derzeit findet ein Auswahlprozess für ein geeignetes Demonstrationsvorhaben statt – weitere Hotels bzw. Bauvorhaben sind als Bewerber herzlich willkommen.
Die SunOyster trägt ihren Namen verdientermaßen: Droht Gefahr, etwa durch zu starken Wind, werden die Spiegel des Sonnenkollektors eingeklappt – die Anlage schließt sich wie eine Auster. Wer sich selbst vom Projekt überzeugen will, ist herzlich eingeladen, Carsten Corino und sein Team in Halstenbek zu besuchen. Weitere Informationen gibt es unter www.sunoyster.com“ target=“_blank“>https://youtu.be/hBSYI3lBciM. Für Rückfragen steht Ihnen Amelie Krahl unter 04101 808767 gerne zur Verfügung.
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