BayWa r.e. verkauft fünf Solarparks

Darunter der erste förderfreie Solarpark der BayWa r.e. in Deutschland

BayWa r.e. hat fünf deutsche Solarparks an den Encavis Infrastructure Fund II veräußert. Der Anlageberater des Fonds, Encavis Asset Management AG (Encavis AM), gehört zu der börsennotierten Encavis AG, einem der führenden, unabhängigen Stromerzeuger (IPP) in Europa.

Die Projekte Barth III-VI auf dem Gelände des Ostseeflughafens Stralsund-Barth und der Solarpark Seifertshofen zwischen Ulm und Augsburg kommen auf eine installierte Gesamtleistung von rund 35 MWp. Bis auf Barth V verfügen alle Projekte über einen EEG-Tarif. Barth V (8,8 MW) kommt hingegen ohne jegliche Förderung aus und ist damit einer der ersten Solarparks in Deutschland außerhalb des EEGs. Matthias Taft, Energievorstand der BayWa AG, betont: "Vor einem Jahr haben wir Europas ersten förderfreien Solarpark im sonnreichen Spanien errichtet. Heute können wir beweisen, dass förderfreier Solarstrom auch in Deutschland funktioniert und marktfähig ist. Wir sind auf großes Interesse sowohl von potenziellen Stromabnehmern als auch von Investoren gestoßen und freuen uns über die Zusammenarbeit mit Encavis AM. Photovoltaik-Freiflächenanlagen leisten einen entscheidenden Beitrag, um die Energiewende in Deutschland kostengünstig umzusetzen. Neue Anlagen sind bereits heute die günstigste Form der Stromerzeugung in Europa. Nebenbei liefern sie auch eine wichtige Antwort auf die Frage, wie wir die Biodiversität in unserer Landschaft wieder verbessern können."

Karsten Mieth, Vorstand der Encavis AM ergänzt: "Wir setzen mit dem Abschluss dieses Kaufs die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der BayWa r.e. fort. Ganz besonders freut uns, dass wir mit Barth V ein Meilenstein-Projekt für den Fonds eingekauft haben und damit unseren Teil zu einer neuen Phase der erneuerbaren Stromerzeugung beitragen können."

BayWa r.e. hat den Solarpark Barth V im Oktober in Betrieb genommen. Mit einer Gesamtleistung von 8,8 MWp ist die Anlage die derzeit größte in Deutschland, die ohne jegliche Förderung auskommt. Der erzeugte Strom wird über einen 5-jährigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement) mit der hauseigenen Energiehandelstochter BayWa r.e. Clean Energy Sourcing GmbH (CLENS) vermarktet.

Das Projekt profitiert von den Vorgängerprojekten am gleichen Standort. So wurden Kabeltrassen und Netzanschluss bereits frühzeitig mitgeplant. Auch das optimierte Planungs- und Systemdesign von BayWa r.e. sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Flächeneigentümer und den Gemeinden machen die Realisierung des Projekts möglich. Finanziert wird das Projekt über eine attraktive Non-Recourse-Finanzierung der UmweltBank mit einer Kreditlaufzeit von 20 Jahren.

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