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	<title>Bundesverband Solarwirtschaft</title>
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	<description>Das Netzwerk der Solar- &#38; Speicherbranche</description>
	<lastBuildDate>Mon, 28 Sep 2026 08:44:49 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Deutschlands Solarstromproduktion übertrifft schon im September das gesamte Vorjahr</title>
		<link>https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/28/deutschlands-solarstromproduktion-uebertrifft-schon-im-september-das-gesamte-vorjahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rohlfes Rohlfes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 08:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Solarwirtschaft erklärt den 27. September zum diesjährigen „Solar Day“ – Solarrekord zeigt Potenzial der Photovoltaik und unterstreicht Bedeutung verlässlicher Investitionsbedingungen</p>
The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/28/deutschlands-solarstromproduktion-uebertrifft-schon-im-september-das-gesamte-vorjahr/">Deutschlands Solarstromproduktion übertrifft schon im September das gesamte Vorjahr</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-olk-copy-source="MessageBody">Deutschland hat einen neuen Solarrekord erreicht: Bereits am vergangenen Sonntag wurden im laufenden Jahr 90,2 Terawattstunden Solarstrom erzeugt – und damit mehr als im gesamten Jahr 2025 (90,0 TWh). Das zeigen aktuelle Daten der Energy-Charts des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) erklärt den 27. September deshalb zum diesjährigen „Solar Day“.</p>
„Die Sonne hat in diesem Jahr schon mehr Strom geliefert als im gesamten vergangenen Jahr – und das bereits im September. Das ist eine Nachricht, auf die Deutschland stolz sein kann“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Der Solar Day steht für die Leistungsfähigkeit der Photovoltaik und für die Millionen Menschen und Unternehmen, die mit ihren Investitionen die Energiewende voranbringen.“

<strong>Mehr Sonne trifft auf mehr Solarleistung</strong>

Aus Daten des Deutschen Wetterdienstes und der Bundesnetzagentur geht hervor: Zum Rekord tragen sowohl ungewöhnlich viele Sonnenstunden als auch der kontinuierliche Ausbau der Photovoltaik bei.

Neue Solaranlagen entstehen auf Eigenheimen, Mehrfamilienhäusern und Gewerbedächern sowie auf Freiflächen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Batteriespeichern, mit denen Solarstrom flexibler und verstärkt vor Ort genutzt werden kann.

„Solarenergie ist längst keine Nischentechnologie mehr. Sie ist Bürgerenergie, Unternehmensenergie und eine tragende Säule unserer Stromversorgung“, so Körnig. „Der Solar Day ist deshalb auch ein Dankeschön an alle, die in Solaranlagen und Speicher investieren.“

Eine typische Photovoltaikanlage mit rund 10 Kilowatt Leistung kann in Deutschland etwa 10.000 Kilowattstunden Solarstrom im Jahr erzeugen. Das ist deutlich mehr als der klassische Haushaltsstrombedarf. Auch bei der Nutzung einer Wärmepumpe und eines Elektroautos kann die eigene Solaranlage einen erheblichen Teil des gesamten Strombedarfs eines Haushalts decken.

<strong>Solarrekord ist Auftrag für verlässliche Rahmenbedingungen</strong>

Der Solarrekord fällt mitten in die parlamentarischen Beratungen über die EEG-Novelle 2027 und das sogenannte „Netzpaket“. Der Bundestag hat die Gesetzentwürfe der Bundesregierung am 24. September in erster Lesung beraten und zur weiteren Beratung an den Wirtschaftsausschuss überwiesen. Der Entwurf sieht erhebliche Einschnitte bei Förderung erneuerbarer Energien vor.

Für den BSW-Solar ist der Rekord ein Beleg dafür, welches Potenzial die Photovoltaik bei verlässlichen Investitionsbedingungen entfalten kann. Zugleich sind die gesetzlichen Ausbauziele noch nicht erreicht: Für 2030 sind 215 Gigawattpeak (GWp) installierte Photovoltaikleistung vorgesehen. Aktuell sind in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von rd. 130 GWp in Betrieb. Im vergangenen Jahr deckte die Photovoltaik rund ein Fünftel der heimischen Stromerzeugung und drückte zu etwa 20 Prozent den Preis an der Strombörse, 17,5 GWp an neuer PV-Leistung wurden installiert. Um das Etappenziel 2030 zu erreichen, müssten in den kommenden vier Jahren durchschnittlich rund 20 Gigawatt Solarleistung jährlich neu hinzukommen.

Der BSW-Solar warnt deshalb davor, mit der EEG-Novelle und dem „Netzpaket“ neue Investitionshürden für Solaranlagen zu schaffen. Der Verband setzt sich unter anderem dafür ein, dass für kleine Dachanlagen ein verlässlicher Vergütungsrahmen erhalten bleibt und eine verpflichtende Direktvermarktung für diese nicht eingeführt wird.

„Der Solarrekord ist ein Grund zur Freude, aber kein Grund zum Zurücklehnen“, sagt Körnig. „Gerade jetzt dürfen wir die Investitionsbereitschaft von Bürgern und Unternehmen nicht ausbremsen. Der Bundestag sollte die vorliegende EEG-Novelle grundlegend nachbessern und dafür sorgen, dass Investitionen in Solardächer, Solarparks und Speicher weiterhin attraktiv und einfach möglich sind. Wer die Ausbauziele erreichen will, muss Investitionen ermöglichen, statt neue Hürden aufzubauen.“The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/28/deutschlands-solarstromproduktion-uebertrifft-schon-im-september-das-gesamte-vorjahr/">Deutschlands Solarstromproduktion übertrifft schon im September das gesamte Vorjahr</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Solarwirtschaft warnt vor Energiewende-Bremse</title>
		<link>https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/24/solarwirtschaft-warnt-vor-energiewende-bremse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rohlfes Rohlfes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 08:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.solarwirtschaft.de/?p=129949</guid>

					<description><![CDATA[<p>BSW-Solar fordert Bundestag zu grundlegender Überarbeitung von EEG und Netzpaket auf / Bürgerbeteiligung stärken statt erschweren / Klimaschutz, Resilienz und Arbeitsplätze nicht gefährden</p>
The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/24/solarwirtschaft-warnt-vor-energiewende-bremse/">Solarwirtschaft warnt vor Energiewende-Bremse</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<strong data-olk-copy-source="MessageBody">Vor der ersten Lesung von EEG-Novelle und Netzpaket im Deutschen Bundestag warnt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) vor neuen Hürden für den weiteren Ausbau der Solarenergie. Nach Einschätzung des Verbandes drohen die Gesetzentwürfe Investitionen auf privaten Dächern ebenso wie in große Solarparks erheblich zu erschweren und damit auch die Beteiligungsmöglichkeiten von Bürgerinnen und Bürgern an der Energiewende deutlich einzuschränken.</strong>

<strong>„Millionen Menschen wollen sich an der Energiewende beteiligen und selbst in Solarenergie investieren. Der Gesetzgeber sollte ihnen dabei keine neuen Steine in den Weg legen“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. „Wir appellieren an den Bundestag, EEG und Netzpaket grundlegend nachzubessern: Bürgerenergie muss attraktiv bleiben, günstiger Solarstrom darf nicht künstlich verteuert werden und Netzengpässe sollten mit Speichern und mehr Flexibilität gelöst werden – nicht mit neuen Investitionsbarrieren.“</strong>

Nach Ansicht des BSW-Solar stehen die geplanten Einschnitte auch im Widerspruch zum Koalitionsvertrag und zentralen Herausforderungen für Deutschland. Mehr heimisch erzeugter Solarstrom reduziere die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten, schütze Verbraucher und Unternehmen besser vor internationalen Energiepreisschocks und immensen Klimafolgekosten. Allein zwischen 2020 und 2025 führte die Solarenergie nach Einschätzung des Verbandes zu Einsparungen bei fossilen Energieimporten Klimaschadenskosten von bis zu 270 Milliarden Euro. Der BSW-Solar warnt zugleich davor, durch verschlechterte Investitionsbedingungen Wertschöpfung und Zehntausende Arbeitsplätze in der Solarwirtschaft zu gefährden.

<strong>Bürgerinnen und Bürger nicht aus der Energiewende drängen</strong>

Besonders kritisch bewertet der BSW-Solar die geplanten Änderungen für neue Solaranlagen auf privaten und gewerblichen Dächern. Der Gesetzentwurf sieht für neue Photovoltaikanlagen unter 25 Kilowatt nur noch eine auf drei Jahre begrenzte Vergütung von 5,2 Cent je Kilowattstunde vor. Anschließend sollen auch private Betreiber ihren nicht selbst genutzten Solarstrom an der Strombörse direkt vermarkten, wofür absehbar weder die technischen noch wirtschaftlichen Voraussetzungen gegeben sind.

Nach Ansicht des Verbandes drohen damit ausgerechnet für kleinere Anlagen zusätzliche Hürden und Unsicherheiten. Dabei ist der Wunsch der Bevölkerung nach einer weiteren Beteiligung an der Energiewende groß: In einer repräsentativen YouGov-Befragung im Auftrag des BSW-Solar sprachen sich 78 Prozent der Befragten dafür aus, die Solarförderung mindestens auf dem bisherigen Niveau zu erhalten oder zu erhöhen. Lediglich elf Prozent befürworteten Kürzungen.

„Die Energiewende ist auch deshalb so erfolgreich, weil Bürgerinnen und Bürger selbst zu Energieerzeugern geworden sind. Diese Bereitschaft sollte die Politik nutzen und nicht durch unnötige Komplexität und schlechtere Investitionsbedingungen schwächen“, so Körnig.

<strong>Günstigen Solarstrom nicht künstlich verteuern</strong>

Auch bei größeren Solarparks sieht der Verband erheblichen Nachbesserungsbedarf. Neue Solarparks erzeugen Strom nach Berechnungen des BSW-Solar bereits für rund fünf Cent je Kilowattstunde und gehören damit zu den kostengünstigsten Formen der Stromerzeugung. Gleichzeitig könnten sich nach Einschätzung des Verbandes mehrere geplante Belastungen summieren und die Stromerzeugungskosten neuer Solarparks um mehr als einen Cent je Kilowattstunde erhöhen.

Dazu zählen insbesondere der teilweise Wegfall von Entschädigungszahlungen bei netzbedingten Abregelungen, Begrenzungen der Einspeiseleistung sowie weitere mögliche Abgaben und Netzkosten. Auch die geplanten zweiseitigen Differenzverträge müssen nach Auffassung des BSW-Solar so ausgestaltet werden, dass Investitions- und Vermarktungsrisiken nicht einseitig bei den Anlagenbetreibern verbleiben. Der Verband setzt sich gemeinsam mit weiteren Energie- und Handwerksverbänden für einen angemessenen Marktwertkorridor ein.

„Solarenergie ist ein Kostensenker im Stromsystem. Sie schützt Wirtschaft und Verbraucher zugleich vor den Preisrisiken fossiler Energieimporte. Neue Regeln sollten deshalb Investitionen günstiger und einfacher machen – nicht eine der preiswertesten heimischen Stromquellen verteuern“, erklärt Körnig.

<strong>Netzengpässe lösen statt neue „Sperrzonen“ schaffen</strong>

Besonders problematisch bewertet der BSW-Solar den im Netzpaket vorgesehenen Redispatch-Vorbehalt. In ausgewiesenen Netzengpassgebieten sollen Betreiber neuer Solar- und Windparks für einen Teil netzbedingt abgeregelter Strommengen zeitweise keine Entschädigung mehr erhalten. Der Verband warnt davor, dass dadurch Investitionen gerade in Regionen mit hohem Potenzial für erneuerbare Energien erheblich erschwert werden könnten.

Dass es Alternativen gibt, zeigt nach Auffassung des BSW-Solar eine aktuelle Kurzstudie des Fraunhofer IEE: Intelligent gesteuerte Batteriespeicher an Umspannwerken könnten allein an 1.313 untersuchten ländlichen Standorten eine technische Größenordnung von rund 150 Gigawatt zusätzlicher Photovoltaikleistung im bestehenden Netz ermöglichen.

„Temporäre Netzengpässe dürfen nicht dazu führen, dass ganze Regionen für neue Investitionen in erneuerbare Energien unattraktiv werden“, sagt Körnig. „Wir sollten die vorhandenen Netze intelligenter nutzen, Speicher schneller ausbauen und Flexibilität belohnen. Das stärkt zugleich die Resilienz unseres Energiesystems.“

<strong>Ausbautempo und Investitionen sichern</strong>

Deutschland verfügt inzwischen über mehr als sechs Millionen Solarstromanlagen. Im August wurde eine installierte Photovoltaikleistung von rund 128 Gigawatt erreicht. Bis zum gesetzlichen Ausbauziel von 215 Gigawatt im Jahr 2030 müssen jedoch noch rund 87 Gigawatt hinzukommen.

Der BSW-Solar appelliert deshalb an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, EEG-Novelle und Netzpaket im parlamentarischen Verfahren so zu überarbeiten, dass Bürgerinnen und Bürger weiterhin unkompliziert an der Energiewende teilhaben können, Investitionen in günstigen Solarstrom attraktiv bleiben und Speicher sowie andere Flexibilitäten einen größeren Beitrag zur Netzintegration übernehmen können.

„Es geht hier um mehr als um einzelne Förderregeln“, so Körnig. „Es geht um bezahlbare Energie, weniger Abhängigkeit von Energieimporten, Klimaschutz und um einen Zukunftsmarkt mit Zehntausenden Arbeitsplätzen. Deutschland sollte diese Stärke nicht durch vermeidbare Investitionsbremsen aufs Spiel setzen. Unzählige Menschen und Unternehmen sind bereit, weiter in die Energiewende zu investieren. Dieses Engagement sollte der Gesetzgeber stärken und nicht ausbremsen.“The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/24/solarwirtschaft-warnt-vor-energiewende-bremse/">Solarwirtschaft warnt vor Energiewende-Bremse</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EEG-Reform: Energieverbände fordern fairen Risikopuffer</title>
		<link>https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/23/eeg-reform-energieverbaende-fordern-fairen-risikopuffer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rohlfes Rohlfes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 08:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neun führende Verbände aus Energiewirtschaft und Handwerk fordern, die geplanten zweiseitigen Differenzverträge (Contracts for Difference, CfD) im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit einem angemessenen Marktwertkorridor zu versehen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-olk-copy-source="MessageBody">Nach dem aktuellen Gesetzentwurf sollen Betreiber einen Teil ihrer Erlöse zurückzahlen, wenn der durchschnittliche Marktwert ihres erneuerbaren Stroms über dem Zuschlagswert der Anlage liegt. Einen Puffer zur Abfederung zusätzliche Vermarktungsrisiken bei hohen Börsenstrompreisen oder im Fall von Erlösen der Anlage unterhalb des durchschnittlichen Marktwerts sieht der Entwurf jedoch nicht vor. Die Verbände warnen deshalb vor höheren Finanzierungskosten und steigenden Geboten in den EEG-Ausschreibungen. Zugleich fordern sie ausreichend Spielraum für direkte Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements, PPAs).</p>
<strong>Pauschaler Jahresmarktwert belastet Anlagenbetreiber</strong>

Der derzeitige EEG-Gesetzentwurf bestimmt den Refinanzierungsbeitrag pauschal anhand der Jahresmarktwerte für Wind- und Solarenergie. Da diese Durchschnittswerte die tatsächlich erzielten Erträge einer einzelnen Anlage nicht abbilden, drohen Betreibern bei Abweichungen Rückzahlungsverpflichtungen für Erlöse, die real gar nicht erwirtschaftet wurden.

Zusätzlich verbleiben marktbedingte Kostensteigerungen bei der Vermarktung, Bilanzierung und Ausgleichsenergie vollständig beim Anlagenbetreiber, während Mehrerlöse abgeschöpft würden. Dieses ungleiche Risiko wird von Banken und Investoren durch höhere Risikoaufschläge eingepreist, was Finanzierungen verteuert und letztlich die EEG-Kosten durch höhere Ausschreibungsgebote ansteigen lässt.

<strong>Marktwertkorridor schützt PPAs für Industrie und Mittelstand</strong>

Ein europarechtlich explizit zulässiger Marktwertkorridor erhält dagegen wichtige Marktpreissignale und schafft den notwendigen Risikopuffer. Er sichert den Spielraum für wettbewerbliche Vermarktungsmodelle wie Power Purchase Agreements (PPAs), die Projekte aus der EEG-Absicherung herauslösen. Davon profitieren insbesondere der industrielle Mittelstand sowie stromintensive Zukunftsanwendungen wie Rechenzentren, die erneuerbaren Strom direkt mit ihrem Bedarf koppeln können.

„Ein Marktwertkorridor ist nicht nur ein Instrument zur Begrenzung von Erlösrisiken, sondern ein zentraler Baustein für mehr Wettbewerb, Vermarktungsfreiheit und die echte Marktintegration der erneuerbaren Energien“, betonen die unterzeichnenden Organisationen.

Die Kernforderungen der Verbände an den Gesetzgeber: Die Allianz appelliert an die Politik, bei der Ausgestaltung der CfDs im EEG einen Korridor zu verankern, der:
<ul>
 	<li>die tatsächlichen marktwertabhängigen Kosten von Anlagen berücksichtigt,</li>
 	<li>die Entwicklung von Vermarktungs-, Bilanzierungs- und Ausgleichsenergiekosten einbezieht und</li>
 	<li>ausreichend Spielraum für wettbewerbliche Vermarktungsmodelle und PPAs lässt.</li>
</ul>
Über die unterzeichnenden Verbände: Der gemeinsame Verbändeappell wird getragen vom Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke e. V. (BDW), dem Bundesverband Erneuerbare Energie e. V. (BEE), dem Bundesverband Neue Energiewirtschaft e. V. (BNE), dem Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW), dem Bundesverband WindEnergie e. V. (BWE), dem Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. (DGRV), EFET Deutschland, dem Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting e. V. (vedec) sowie dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).

Link zum Verbändeappell: <a title="https://bit.ly/4rs9MMI" href="https://bit.ly/4rs9MMI" data-auth="NotApplicable" data-linkindex="0">https://bit.ly/4rs9MMI</a>The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/23/eeg-reform-energieverbaende-fordern-fairen-risikopuffer/">EEG-Reform: Energieverbände fordern fairen Risikopuffer</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Netzentgeltreform darf Solardächer nicht ausbremsen</title>
		<link>https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/21/netzentgeltreform-darf-solardaecher-nicht-ausbremsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rohlfes Rohlfes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 13:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.solarwirtschaft.de/?p=129942</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) warnt davor, private Solarstromerzeuger im Zuge der anstehenden Netzentgeltreform mit einem zusätzlichen Prosumeraufschlag zu belasten.</p>
The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/21/netzentgeltreform-darf-solardaecher-nicht-ausbremsen/">Netzentgeltreform darf Solardächer nicht ausbremsen</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-olk-copy-source="MessageBody">Nach Auffassung des Verbandes würde ein solches Entgelt Investitionen in Photovoltaik, Batteriespeicher, Elektromobilität und Wärmepumpen erschweren und zugleich unnötige neue Bürokratie schaffen. Zusammen mit den von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geplanten Einschnitten bei der Förderung von Solaranlagen drohe eine gefährliche Investitionsbremse.</p>
Der von der Bundesnetzagentur (BNetzA) für solare Selbstversorger geplante Prosumeraufschlag bei den Netzkosten auf den Grundpreis könnte nach Berechnungen des Verbandes – abhängig von der konkreten Ausgestaltung durch die Netzbetreiber – bis zu 165 Euro jährlich betragen. Besonders kleine Photovoltaikanlagen würden dadurch überproportional belastet.

„Wer in eine Solaranlage, einen Speicher, ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe investiert, treibt die Energiewende voran. Eine Reform der Netzentgelte darf diese Bürgerinnen und Bürger in ihrem Klimaschutzengagement nicht ausbremsen,“ erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

Ein pauschaler Prosumeraufschlag sei das falsche Instrument: „Eine kleine Solaranlage mit wenigen Kilowatt Leistung darf nicht genauso behandelt werden wie eine zehnmal größere Anlage“, sagt Körnig. Auch nehme die geplante Regelung keinerlei Rücksicht auf die tatsächliche Beanspruchung der Stromnetze.

Kritisch sieht der Verband zudem mögliche Auswirkungen auf die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung in Mehrfamilienhäusern. Würde jede einzelne Verbrauchsstelle mit einem zusätzlichen Entgelt belastet, könnte das gerade erst geschaffene Modell der gemeinsamen solaren Eigenversorgung in Mietwohngebäuden erheblich an Attraktivität verlieren.

Auch eine Einbeziehung bestehender Photovoltaikanlagen in die geplante neue Netzentgeltstruktur lehnt der BSW-Solar ab. Sie würde aus Sicht des Verbandes Investitionsentscheidungen nachträglich verändern und damit das Vertrauen in verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen zerstören.

Der Branchenverband geht zudem davon aus, dass die Pläne der BNetzA in ihrer aktuellen Ausgestaltung sowohl gegen die Europäische Elektrizitäts-Binnenmarktrichtlinie wie auch die Erneuerbare-Energien-Richtlinie verstossen.

<strong>Einfacher, fairer und netzdienlicher</strong>

Sollte kein Weg daran vorbeiführen, Prosumer künftig stärker an der Finanzierung der Stromnetze zu beteiligen, sollte anstelle eines Prosumer-Aufschlags das von der Bundesnetzagentur geplante Einspeisekapazitätsentgelt auf neue Erzeugungsanlagen aller Größenklassen ausgeweitet werden, empfiehlt der BSW-Solar. Bezahlt würde dabei nicht für die installierte Leistung einer Solaranlage, sondern für die tatsächlich mit dem Netzbetreiber vereinbarte Einspeisekapazität.

Das würde zugleich einen Anreiz schaffen, Netzanschlüsse effizienter zu nutzen. Betreiber könnten größere Solaranlagen installieren, ohne entsprechend höhere Netzkapazitäten zu beanspruchen, wenn ein größerer Anteil des Stroms vor Ort hinter dem Netzverknüpfungspunkt verbraucht, gespeichert oder intelligent gesteuert wird.

„Das wäre einfacher, bürokratieärmer und gerechter“, so Körnig. „Wer weniger Netzkapazität beansprucht, sollte auch weniger zahlen. Genau solche Anreize brauchen wir für ein effizientes Stromsystem.“

<strong>Reformen müssen in ihrer Gesamtwirkung betrachtet werden</strong>

Der BSW-Solar appelliert an Bundesnetzagentur und Bundesregierung, die geplanten Änderungen bei Netzentgelten, EEG und Netzanschlüssen nicht isoliert voneinander zu betrachten. Mehrere gleichzeitige Belastungen könnten Investitionen in neue Photovoltaikanlagen erheblich unattraktiver machen.

„Deutschland braucht jetzt mehr intelligente Investitionen in Solar, Speicher und flexible Verbraucher – nicht neue Hürden. Deshalb sollte der Prosumeraufschlag gestrichen, zumindest aber durch eine einheitliche, nachvollziehbare Lösung ersetzt werden“, fordert Körnig.

<strong>Weitere Informationen:</strong>

Vollständige Stellungnahme des BSW-Solar zur Netzentgeltreform: <a title="https://bit.ly/4hyZg2P" href="https://bit.ly/4hyZg2P" data-auth="NotApplicable" data-linkindex="0">https://bit.ly/4hyZg2P</a>The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/21/netzentgeltreform-darf-solardaecher-nicht-ausbremsen/">Netzentgeltreform darf Solardächer nicht ausbremsen</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Platz für zusätzliche 150 GW Photovoltaik im Stromnetz, dank Batterie speichern an Umspannwerken</title>
		<link>https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/19/platz-fuer-zusaetzliche-150-gw-photovoltaik-im-stromnetz-dank-batterie-speichern-an-umspannwerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rohlfes Rohlfes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 07:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.solarwirtschaft.de/?p=129902</guid>

					<description><![CDATA[<p>Neue Studie zeigt erhebliche Reserven in bestehenden Stromnetzen / Intelligente Speicher können zusätzlichen PV-Ausbau mit geringen Abregelungsverlusten ermöglichen / BSW-Solar fordert vom Bundestag Nachbesserungen am „Netzpaket“</p>
The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/19/platz-fuer-zusaetzliche-150-gw-photovoltaik-im-stromnetz-dank-batterie-speichern-an-umspannwerken/">Platz für zusätzliche 150 GW Photovoltaik im Stromnetz, dank Batterie speichern an Umspannwerken</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<strong>Deutschlands bestehende Stromnetze könnten deutlich mehr Solarenergie aufnehmen als bislang angenommen. Intelligent gesteuerte Batteriespeicher an Umspannwerken könnten allein an 1.313 ländlichen, stark von erneuerbaren Energien geprägten Standorten eine technische Größenordnung von rund 150 Gigawatt zusätzlicher Photovoltaikleistung erschließen. Dies ist mehr als die bislang in Deutschland installierte PV-Leistung (rd. 130 GW). Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Kurzstudie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft.</strong>

Die Ergebnisse sind aus Sicht des Verbandes auch für das derzeit im Bundestag zu Beratung anstehende Netzpaket von hoher Bedeutung. Die Bundesregierung will damit den Ausbau erneuerbarer Energien und von Speichern stärker mit dem Netzausbau synchronisieren und zugleich die Regeln für Netzanschlüsse und den Umgang mit Netzengpässen verändern. Der Bundesverbande Solarwirtschaft (BSW-Solar) fordert, dabei vorhandene Netzkapazitäten mithilfe von Batteriespeichern und eines flexibleren Netzbetriebs besser auszuschöpfen, anstatt große Teile Deutschlands über Jahre zu Netzengpassgebieten zu erklären und dort den weiteren Ausbau Erneuerbare Energien mittels eines geplanten Redispatch-Vorbehalts weitgehend zu unterbinden.

„Die Antwort auf knappe Netzkapazitäten darf nicht darin bestehen, den Ausbau der Erneuerbaren auszubremsen. Unsere Studie zeigt: In den bestehenden Netzen stecken erhebliche Reserven, wenn wir Speicher intelligent einsetzen“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Das Netzpaket sollte solche Lösungen zum Maßstab machen: Vorhandene Netze vollständig digitalisieren, intelligente Speicher an Umspannwerken bürokratiearm ausschreiben und freie Kapazitäten ausschöpfen. Parallel müssen die Netze auf das dann noch notwendige Maß ausgebaut und Abregelung auf das notwendige Minimum begrenzt werden.“

Der entscheidende Ansatz der Studie: Für den Anschluss zusätzlicher Photovoltaikanlagen wird in Umspannwerken nicht allein die Nennleistung eines Transformators betrachtet, sondern dessen tatsächliche Auslastung im Jahresverlauf. Transformatoren erreichen ihre Leistungsgrenze nur zu bestimmten Zeiten. Intelligent gesteuerte Großbatteriespeicher können Solarstromspitzen genau dann aufnehmen und die Energie später wieder abgeben. Damit lässt sich vorhandene Transformatorleistung zeitlich wesentlich besser nutzen. Umspannwerke werden mit Hilfe der Batteriespeicher entlastet.

<strong>Nur rund ein Prozent Solarstrom müsste abgeregelt werden</strong>

Wie groß der Effekt sein kann, zeigt das zentrale Szenario der Studie: An einem Umspannwerk könnte insgesamt doppelt so viel Leistung aus erneuerbaren Energien angeschlossen sein, wie der Transformator gleichzeitig übertragen kann. Ein intelligent gesteuerter und hinreichend dimensionierter Batteriespeicher fängt die Leistungsspitzen ab und gibt den Strom später wieder ins Netz. Dadurch müsste im Jahresdurchschnitt nur rund ein Prozent des zusätzlich erzeugten Solarstroms wegen der begrenzten Transformatorleistung abgeregelt werden.

<strong>Entscheidend ist die intelligente Steuerung des Speichers</strong>

Nach den Studienergebnissen kommt es nicht allein darauf an, zusätzliche Batteriespeicher zu errichten. Entscheidend ist ihre Fahrweise. Die Speicher müssen die tatsächlichen Leistungsflüsse am Umspannwerk berücksichtigen und insbesondere dann Strom aufnehmen, wenn lokale Einspeisespitzen den Transformator an seine Belastungsgrenze bringen.

Damit lassen sich Unterschiede zwischen Stromverbrauch, Windstrom- und Solarstromerzeugung besser ausgleichen. Netzkapazität, die zu vielen Stunden des Jahres ungenutzt bleibt, kann so für den Anschluss zusätzlicher Erzeugungsanlagen verfügbar gemacht werden.

„Die entscheidende Frage lautet nicht nur, wie viel Netz wir bauen, sondern auch, wie intelligent wir jedes vorhandene Megawatt Netzkapazität nutzen“, so Körnig. „Wenn Speicher dort laden, wo und wann Solarstromspitzen auftreten, können sie Netzengpässe gezielt entschärfen und zusätzlichen Solarstrom ermöglichen. Damit dürften sich nicht zuletzt Milliardenbeträge beim Netzausbau einsparen lassen.“

Der BSW-Solar sieht hierfür unter anderem Ansatzpunkte bei den Vorgaben zur Optimierung und Nutzung der Stromnetze im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Intelligentes Netzmanagement und Speicher könnten den weiterhin notwendigen Ausbau der Stromnetze gezielt ergänzen und reduzieren.

Netzengpassgebiete sollten nur dann ausgewiesen werden dürfen, wenn von den Netzbetreibern zuvor die Digitalisierung der Mittel- und Hochspannungsnetze umgesetzt und zuvor die heute bereits möglich Ausschreibung von netzdienlichen Speichern nach §11a EnWG an Netzengstellen durchgeführt wurde.

Zudem dürfe im Falle temporärer Netzengpässe das Beladen von Speichern mit Solarstrom hinter dem Netzverknüpfungspunkt künftig nicht länger behindert werden, so die Forderung des Verbandes.

&nbsp;

<strong>Über die Studie</strong>

Die Kurzstudie „Mehr PV durch intelligente Batteriespeicher an Umspannwerken – Wie bestehende Transformatorleistungen zwischen Mittel- und Hochspannung zeitlich besser genutzt werden können“ wurde vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft erstellt. An der Finanzierung der Studie haben sich neben dem BSW-Solar insbesondere die Unternehmen und BSW-Mitglieder Schoenergie und meistro beteiligt.

In einem ersten Schritt analysierten die Forschenden reale Betriebsdaten von 20 Transformatoren aus 13 Umspannwerken und modellierten darauf aufbauend den möglichen zusätzlichen Photovoltaikausbau in Verbindung mit Großbatteriespeichern. In einem zweiten Schritt wurde das technische Potenzial mithilfe von Ähnlichkeitsanalysen auf 1.313 ländliche, stark von erneuerbaren Energien geprägte Umspannwerke in Deutschland hochgerechnet.

<strong>Studie:</strong>
<a href="https://bit.ly/4xIzKNG">https://bit.ly/4xIzKNG</a>

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		<title>Solarverband warnt vor Investitionsbremse</title>
		<link>https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/11/solarverband-warnt-vor-investitionsbremse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rohlfes Rohlfes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2026 08:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.solarwirtschaft.de/?p=129838</guid>

					<description><![CDATA[<p>Netzpaket, EEG-Novelle und Netzentgeltreform könnten Investitionen deutlich verteuern – Verband fordert Nachbesserungen im Bundestag und Verzicht auf regulatorische Kostentreiber und neue Marktbarrieren</p>
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										<content:encoded><![CDATA[Neue Solarparks erzeugen Strom heute für rund 5 Cent je Kilowattstunde und gehören damit zu den günstigsten Formen der Stromerzeugung in Deutschland. Die Bundesregierung will die Kosten der Energiewende weiter senken. Mehrere der geplanten Regelungen könnten jedoch das Gegenteil bewirken: Sie würden ausgerechnet eine der günstigsten Stromerzeugungsarten verteuern und neue Investitionen erschweren.

Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt davor, dass die geplanten Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und bei den Netzregeln („Netzpaket“) den Bau neuer Solarparks deutlich verteuern und den Ausbau bundesweit bremsen könnten. Die Branchenvereinigung fordert den Verzicht auf geplante regulatorische Marktbarrieren und Kostentreiber.

Ohne Nachbesserungen könnten die Stromerzeugungskosten neuer Solarparks nach Schätzungen des BSW-Solar um mehr als einen Cent je Kilowattstunde steigen. Zu den Kostentreibern zählen nach Einschätzung des Verbandes unter anderem die von der Bundesregierung geplante teilweise Streichung von Entschädigungszahlungen während temporärer Netzengpässe, die vorgesehene Begrenzung der Einspeiseleistung, geplante Netzentgelte für die Einspeisung von Solarstrom sowie zusätzliche kommunale Abgaben.

„Solaranlagen sind ein Kostensenker der Energiewende. Wer sie mit neuen Abgaben und Auflagen belastet, macht Strom nicht günstiger, sondern teurer“, warnt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) fordert die Mitglieder des Bundestages auf, die Gesetzentwürfe grundlegend zu überarbeiten und auf neue Marktbarrieren zu verzichten. Der derzeit gesetzlich auf 5,9 Cent je Kilowattstunde begrenzte Gebotshöchstwert in den Solarpark-Ausschreibungen könnte andernfalls für die Mehrzahl künftiger Solarpark-Projekte zu einer unüberwindbaren Finanzierungshürde werden. Damit die PV-Ausbauziele erreicht werden und genügend Wettbewerb in den EEG-Ausschreibungen erhalten bleibt, ist im Falle einer Beibehaltung der geplanten Maßnahmen eine Anhebung des Gebotshöchstwertes auf 7,5 Cent je Kilowattstunde erforderlich.

<strong>BSW warnt vor „solaren Sperrzonen“</strong>

Besonders problematisch ist aus Sicht des Verbandes der geplante sogenannte Redispatch-Vorbehalt. Danach könnten neue Solarparks in Regionen mit häufigen Netzengpässen schlechtere Förderbedingungen erhalten. Der BSW-Solar befürchtet, dass neue Solarparks dadurch in großen Teilen Deutschlands wirtschaftlich unattraktiv werden könnten.

„Es darf nicht dazu kommen, dass temporäre Netzengpässe faktisch zu solaren Sperrzonen führen. Netzprobleme müssen durch einen schnelleren Netzausbau, Speicher und eine intelligentere Nutzung der Netze gelöst werden – nicht dadurch, dass der Bau neuer Solarparks zum Erliegen kommt“, so Körnig.

<strong>Neue Kosten drohen sich zu summieren</strong>

Neben dem Redispatch-Vorbehalt sieht der Verband weitere geplante Änderungen kritisch. Auch die Ausgestaltung der geplanten Differenzverträge (CfD) und Einspeisenetzentgelte würden Bau und Betrieb von PV-Freiflächenanlagen spürbar verteuern.

Bereits heute haben sich die wirtschaftlichen Bedingungen für neue Solarparks verschlechtert. Gründe sind unter anderem steigende Kosten für Netzanschlüsse, zusätzliche Abgaben in einzelnen Bundesländern sowie zunehmende Erlösverluste in Zeiten negativer Strompreise.

„Wenn mehrere neue Belastungen gleichzeitig auf die Projekte zukommen, können bislang wirtschaftliche Solarparks unrentabel werden“, warnt Körnig. Betroffen wären nach Einschätzung des Verbandes sowohl Projekte mit EEG-Förderung als auch Solarparks, die ihren Strom ohne Förderung direkt am Markt verkaufen.

<strong>Auch Agri-PV und andere besondere Solaranlagen gefährdet</strong>

Nach Einschätzung des BSW-Solar könnten die Gesetzespläne auch den Ausbau sogenannter Besonderer Solaranlagen bremsen. Dazu zählen unter anderem Agri-PV-Anlagen, bei denen Landwirtschaft und Solarstromerzeugung auf derselben Fläche kombiniert werden, sowie Moor-PV, Parkplatz-PV und schwimmende Solaranlagen.

Der Gesetzentwurf sieht nach Angaben des Verbandes vor, das bisherige eigene Ausschreibungssegment für diese Anlagen zu streichen und stattdessen für Agri-PV und Moor-PV einen Bonus von 0,5 Cent je Kilowattstunde einzuführen.

„Der vorgesehene Bonus reicht für einen breiten Markthochlauf von Agri-PV und Moor-PV nicht aus. Gleichzeitig würden Parkplatz- und schwimmende Solaranlagen nicht berücksichtigt“, sagt Körnig.

Da solche Anlagen konstruktionsbedingt häufig höhere Kosten verursachen als klassische Solarparks, sollten sie nach Auffassung des BSW-Solar weiterhin ein eigenes Ausschreibungsvolumen erhalten. Andernfalls blieben sie eine Nischenanwendung.The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/11/solarverband-warnt-vor-investitionsbremse/">Solarverband warnt vor Investitionsbremse</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Studie: Ohne Solarstrom wären Börsenstrompreise rund 20 Prozent höher</title>
		<link>https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/02/studie-ohne-solarstrom-waeren-boersenstrompreise-rund-20-prozent-hoeher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nike Marquardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.solarwirtschaft.de/?p=129737</guid>

					<description><![CDATA[<p>Photovoltaik senkte Stromkosten 2025 rechnerisch um 15,7 Milliarden Euro – Stromkostensenkung für die Allgemeinheit übersteigt erstmals PV-Förderkosten</p>
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										<content:encoded><![CDATA[Der Ausbau der Solarenergie senkt die Stromkosten in Deutschland inzwischen um Milliardenbeträge. Ohne die heute erreichten rund 20 Prozent Solarstrom im deutschen Strommix wären die Börsenstrompreise 2025 nach Berechnungen des Energieberatungsunternehmens Enervis im Durchschnitt rund 20 Prozent höher ausgefallen. Insgesamt verringerte Photovoltaik die Strombeschaffungskosten für Verbraucher, Gewerbe und Industrie demnach um rund 15,7 Milliarden Euro.

Auch Stromkundinnen und Stromkunden ohne eigene Solaranlage profitieren von diesem preisdämpfenden Effekt. Nach den Berechnungen von Enervis lag die rechnerische Entlastung eines typischen Privathaushalts 2025 bei knapp 100 Euro. Ein Industriebetrieb mit einem jährlichen Stromverbrauch von zehn Gigawattstunden hätte ohne Photovoltaik im Strommix rund 235.000 Euro höhere Strombeschaffungskosten tragen müssen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des auf die Energiewirtschaft spezialisierten Beratungsunternehmens Enervis im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar).

„Auch wer keine eigene Solaranlage besitzt, profitiert vom Ausbau der Solarenergie“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Photovoltaik dämpft inzwischen spürbar die Strompreise für Haushalte und Unternehmen. Die Studie zeigt, dass der wirtschaftliche Nutzen des Solar-Ausbaus weit über die Betreiber von Solaranlagen hinausreicht. Die staatliche Solarförderung zahlt sich damit schon heute aus. Sie entlastet alle Bürgerinnen und Bürger und stärkt unsere Wirtschaft.“

Neben den vermiedenen Strombeschaffungskosten von 13,1 Milliarden Euro weist die Studie für 2025 Erlöse aus dem Export von Solarstrom in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro aus. Aus der preisdämpfenden Wirkung am Großhandelsmarkt und zusätzlichen Exporterlösen ergibt sich für 2025 ein wirtschaftlicher Wert der Photovoltaik von rund 15,7 Milliarden Euro. Damit lag dieser mehr als 40 Prozent über den EEG-Förderkosten für Photovoltaik.

Nicht berücksichtigt sind dabei nach Angaben der Studienautoren weitere volkswirtschaftliche Effekte, darunter vermiedene Klimaschadenskosten durch geringere Treibhausgasemissionen.

Aus Sicht des BSW-Solar ergeben sich aus den Studienergebnissen auch Konsequenzen für die aktuelle Energiepolitik. Der Verband appelliert an Bundesregierung und Bundestag, bei der anstehenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und dem geplanten „Netzpaket“ auf Einschnitte zu verzichten, die den weiteren Ausbau der Solarenergie ab 2027 deutlich bremsen könnten.

„Wer den Solar-Ausbau bremst, riskiert nicht nur die Klimaziele, sondern auch einen wichtigen preisdämpfenden Faktor am Strommarkt“, erklärt Körnig. „Deutschland braucht weiterhin einen kraftvollen Ausbau der Photovoltaik und zugleich deutlich mehr Speicher und Flexibilität im Stromsystem.“

Ein beschleunigter Ausbau von Batteriespeichern und weiteren Flexibilitätsoptionen könnte die Kosten des Stromsystems zusätzlich senken. Auf ein Entlastungspotenzial in Milliardenhöhe für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie den Bundeshaushalt hatte bereits im Frühsommer eine Analyse des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE hingewiesen.

<strong>Zur Studie</strong>

Enervis hat im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft untersucht, welchen Einfluss die Photovoltaik auf die Strompreise und die volkswirtschaftlichen Kosten des deutschen Stromsystems hat. Dazu wurden die tatsächliche Entwicklung des Strommarkts und ein Vergleichsszenario ohne den bestehenden Photovoltaik-Anteil gegenübergestellt.

Eine Präsentation der Studie sowie weitere Informationen zu Methodik und Berechnungsgrundlagen sind unter <a href="https://bit.ly/4wU8hYT">https://bit.ly/4wU8hYT</a> abrufbar.The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/09/02/studie-ohne-solarstrom-waeren-boersenstrompreise-rund-20-prozent-hoeher/">Studie: Ohne Solarstrom wären Börsenstrompreise rund 20 Prozent höher</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Solarleistung erreicht Meilenstein – Branche warnt vor Ausbauknick</title>
		<link>https://www.solarwirtschaft.de/2026/08/20/solarleistung-erreicht-meilenstein-branche-warnt-vor-ausbauknick/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nike Marquardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.solarwirtschaft.de/?p=129680</guid>

					<description><![CDATA[<p>EEG-Zwischenziel für 2026 erreicht / Bis 2030 müssen weitere rund 87 Gigawatt Solarleistung hinzukommen / BSW-Solar warnt vor Investitionsbremsen und fordert mehr Tempo bei Photovoltaik und Batteriespeichern</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 10.5pt; font-family: 'Arial',sans-serif;">Deutschland hat beim Ausbau der Solarenergie einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die bundesweit installierte Photovoltaik-Leistung hat im August die Marke von 128 Gigawattpeak (GWp) überschritten. Damit ist das im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Ausbauziel für 2026 erreicht. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) sind die nächsten Etappenziele jedoch gefährdet. Der Verband warnt vor einem Ausbauknick infolge geplanter Änderungen der politischen Rahmenbedingungen.</span>

<span style="font-size: 10.5pt; font-family: 'Arial',sans-serif;">Nach einer aktuellen Auswertung des BSW-Solar auf Basis des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur sind inzwischen mehr als sechs Millionen Solarstromanlagen in Deutschland installiert. Solarstrom steuerte bereits 2025 rund ein Fünftel zur deutschen Nettostromerzeugung bei. </span>

<span style="font-size: 10.5pt; font-family: 'Arial',sans-serif;">„Der 128-Gigawatt-Meilenstein ist ein Erfolg. Doch wer daraus schließt, der Solarausbau laufe jetzt von allein, irrt“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Bis 2030 müssen noch rund 87 Gigawatt Solarleistung hinzukommen. Dafür muss das jährliche Ausbautempo steigen statt sinken.“ </span>

<span style="font-size: 10.5pt; font-family: 'Arial',sans-serif;">In den Jahren 2024 und 2025 wurden jeweils rund 17,5 GWp Photovoltaik-Leistung neu installiert. Um das gesetzliche Ausbauziel von 215 GWp im Jahr 2030 zu erreichen, sind in den kommenden Jahren im Durchschnitt rund 20 GWp zusätzlicher Solarleistung jährlich erforderlich. Bereits für 2028 sieht das EEG eine installierte Leistung von 172 GWp vor; bis 2040 sollen es 400 GWp sein. </span>

<span style="font-size: 10.5pt; font-family: 'Arial',sans-serif;">Der BSW-Solar appelliert deshalb an den Bundestag, die vom Bundeskabinett beschlossene EEG-Novelle 2027 und das Netzanschlusspaket im parlamentarischen Verfahren nachzubessern. Insbesondere die geplanten Änderungen der Förderung kleiner PV-Anlagen, die stärkere Verpflichtung zur Direktvermarktung sowie der teilweise Wegfall von Entschädigungszahlungen bei netzbedingten Abregelungen würde nach Einschätzung des Verbandes Investitionen bremsen und das Erreichen der gesetzlichen Ausbauziele gefährden. </span>

<span style="font-size: 10.5pt; font-family: 'Arial',sans-serif;">„An einem starken Ausbau von Photovoltaik und Batteriespeichern führt energie- und klimapolitisch kein Weg vorbei. Investitionen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen“, so Körnig. „Wer jetzt die Bedingungen für neue Solaranlagen verschlechtert, riskiert einen Ausbauknick genau in dem Moment, in dem wir mehr Tempo brauchen. Statt neuer Investitionshürden benötigen wir einen beschleunigten Ausbau von Solarenergie und Speichern.“ </span>

<span style="font-size: 10.5pt; font-family: 'Arial',sans-serif;">Auch Batteriespeicher müssten noch deutlich schneller ausgebaut werden. Sie können Solarstrom aus erzeugungsreichen Stunden aufnehmen, zeitversetzt bereitstellen und damit die Markt- und Netzintegration wachsender Solarstrommengen unterstützen.</span>The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/08/20/solarleistung-erreicht-meilenstein-branche-warnt-vor-ausbauknick/">Solarleistung erreicht Meilenstein – Branche warnt vor Ausbauknick</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kabinettsbeschluss bremst Solarenergie aus</title>
		<link>https://www.solarwirtschaft.de/2026/07/29/kabinettsbeschluss-bremst-solarenergie-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nike Marquardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 10:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.solarwirtschaft.de/?p=129504</guid>

					<description><![CDATA[<p>Solarwirtschaft warnt vor Jobkiller und Investitionsbremse und hofft auf Nachbesserungen im Bundestag</p>
The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/07/29/kabinettsbeschluss-bremst-solarenergie-aus/">Kabinettsbeschluss bremst Solarenergie aus</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[Der heutige Kabinettsbeschluss zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und zum Netzpaket sendet nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) fatale Signale für die Energiewende und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Statt den erfolgreichen Ausbau der Solarenergie zu beschleunigen, würden neue Hürden aufgebaut, die Investitionen ausbremsen und die Planungs- und Investitionssicherheit für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen erheblich verschlechtern. Der BSW-Solar appelliert an Bundestag und Bundesrat, die geplanten Einschnitte bei der Solarenergie im Herbst zu kippen.

&#8222;Die vorgesehenen Einschnitte gefährden Investitionen in Milliardenhöhe und setzen Zehntausende Arbeitsplätze entlang der solaren Wertschöpfungskette aufs Spiel. Gleichzeitig droht Deutschland länger von teuren und klimaschädlichen Energieimporten abhängig zu bleiben. Wer heute in Solarenergie investieren will, braucht verlässliche Rahmenbedingungen – die Regierungspläne schaffen im Falle ihrer Umsetzung jedoch Unsicherheit und eine massive Investitionszurückhaltung&#8220;, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Besonders kritisch sei die geplante Neuregelung für kleine Photovoltaikanlagen. Die vorgesehene dreijährige Übergangszahlung sei eine &#8222;Mogelpackung&#8220; und könne einen Wegfall der bislang über 20 Jahre gewährten festen Einspeisevergütung nicht ansatzweise ersetzen. Die Investitionssicherheit für neue Solaranlagenbetreiber werde zudem dadurch massiv beschnitten, dass Betreiberinnen und Betreiber kleiner Solarstromanlagen ihren überschüssigen Solarstrom künftig selbst an der Strombörse vermarkten müssen. &#8222;Das ist absehbar für sie weder technisch noch wirtschaftlich darstellbar. Zusammen mit der Förderstreichung droht hier eine massive solare Investitionsbremse&#8220;, so Körnig.

Das Interesse an der Solarenergie bei Privathaushalten und mittelständischen Unternehmen ist in den letzten Jahren spürbar gewachsen. Sie eint der Wunsch, ihre Stromkosten mit Hilfe der Solarenergie zu senken und unabhängiger von steigenden Energiepreisen zu werden. Sollten die Regierungspläne umgesetzt werden, drohe genau dieses Engagement ausgebremst zu werden. Wissenschaftliche Analysen zeigen zudem, dass ein verlangsamter Photovoltaik-Ausbau auch gesamtwirtschaftlich erhebliche Kosten verursacht, weil Deutschland länger auf teurere und klimaschädliche Erdgas-Kraftwerke und Energieimporte angewiesen bleibt.

&#8222;Deutschland hat beim Ausbau der Solarenergie in den vergangenen Jahren endlich an Dynamik gewonnen. Diese Entwicklung jetzt zu bremsen, wäre ein herber energie- und wirtschaftspolitischer Rückschritt. Solarenergie ist heute die günstigste Form der Stromerzeugung. Wer ihren Ausbau ausbremst, verteuert langfristig den Strom für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für die Wirtschaft&#8220;, so Körnig.

Der Bundesverband Solarwirtschaft appelliert daher an Bundestag und Bundesrat, die vorgesehenen Regelungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren grundlegend zu überarbeiten. Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Wirtschafts-, Energie- und Klimakrise brauche Deutschland mehr Tempo beim Ausbau Erneuerbarer Energien, Speichern und Netzen – nicht neue Hürden für eine bezahlbare, sichere und klimafreundliche Energieversorgung. Die Bundesregierung habe sich in ihrem Koalitionsvertrag zudem darauf verständigt, Bürgerinnen und Bürger bei der Energiewende künftig mitzunehmen und sie nicht von dieser auszusperren.The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/07/29/kabinettsbeschluss-bremst-solarenergie-aus/">Kabinettsbeschluss bremst Solarenergie aus</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EEG-Novelle und Netzpaket gefährden Solarausbau</title>
		<link>https://www.solarwirtschaft.de/2026/07/24/eeg-novelle-und-netzpaket-gefaehrden-solarausbau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rohlfes Rohlfes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.solarwirtschaft.de/?p=129478</guid>

					<description><![CDATA[<p>Branchenverband warnt vor einem „Bündel neuer Belastungen“ für Betreiber und Projektierer sowie einem massiven Investitionseinbruch und unterbreitet konkrete Empfehlungen zu einer grundlegenden Überarbeitung der Gesetzesentwürfe.</p>
The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/07/24/eeg-novelle-und-netzpaket-gefaehrden-solarausbau/">EEG-Novelle und Netzpaket gefährden Solarausbau</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-olk-copy-source="MessageBody">Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) warnt in seinen Stellungnahmen vor weitreichenden Folgen der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vorgelegten Referentenentwürfe zur Novelle des Erneuerbar-Energien-Gesetzes (EEG) und zum Netzpaket. Im Falle ihrer Umsetzung drohe ein massiver Einbruch des Photovoltaikausbaus in Deutschland und der Verlust Zehntausender Arbeitsplätze. Effizienzpotenziale ohne schädliche Nebenwirkungen, zum Beispiel durch den Abbau von Marktbarrieren für einen verstärkten Batteriespeicherausbau, würden hingegen kaum adressiert. Die vom Bundeswirtschaftsministerium geplanten Gesetzesänderungen gingen einseitig zu Lasten der Betreiber und Projektierer erneuerbarer Energien und stünden im Widerspruch zu den Zielen des Koalitionsvertrages.</p>
„Das Schadenswirkung der ab 2027 für neue Solarstromanlagen geplanten Einschnitte wäre erschreckend hoch“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Während die Bundesregierung den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen will, würden die vorliegenden Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Reiche zentrale Investitionsgrundlagen beseitigen und die Wirtschaftlichkeit neuer Solarprojekte in großem Umfang zerstören.“

Die vorgesehenen Maßnahmen würden den Ausbau der Solarenergie nicht beschleunigen, sondern Investitionen in nahezu allen Photovoltaik-Marktsegmenten erheblich ausbremsen. Der BSW-Solar appelliert an Bundesregierung und Bundestag, die vorgelegten Gesetzentwürfe grundlegend zu überarbeiten und unterbreitet dafür in seinen eingereichten Stellungnahmen eine Vielzahl konkreter Vorschläge.

„Deutschland braucht stabile und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Photovoltaik und Speicher. Die Energiewende lässt sich nicht mit einem Bündel zusätzlicher Belastungen erreichen, die den wirtschaftlichen Betrieb neuer Anlagen in Frage stellt. Die Gesetzentwürfe müssen deshalb im weiteren Gesetzgebungsverfahren substanziell nachgebessert werden“, so Körnig.

&nbsp;

<strong>Neue PV-Dächer: Wirtschaftliche Grundlage für Kleinanlagen entzogen</strong>

Besonders kritisch bewertet der Verband die geplante <strong>Abschaffung der EEG-Förderung für neue PV-Dachanlagen bis zu einer Leistung von 25 Kilowatt</strong> sowie die geplante <strong>Einführung einer verpflichtenden Direktvermarktung</strong> (DV) für Anlagen bis zu einer Leistung von 100 kW. Nach Umfragen unter Immobilienbesitzern und in der Branche würden diese Maßnahmen im Falle ihrer Umsetzung die PV-Nachfrage unter Privathaushalten und Kleingewerbe um mehr als zwei Drittel einbrechen lassen.

Daran werde auch die vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) vorgesehene auf drei Jahre befristete Übergangszahlung in Höhe von 5,2 Cent je kWh nichts ändern, ist sich der BSW-Solar sicher. Diese sei ein wertloses “Trostpflaster” und “Augenwischerei”. Sie könne nicht ansatzweise die bislang über 20 Jahre gewährte EEG-Einspeisevergütung in Höhe von rund 7 Cent je kWh für Teileinspeiser und 10 &#8211; 12 Cent je kWh für Volleinspeiser ersetzen.

Die Direktvermarktung sei für kleine Solarstrommengen auf absehbare Zeit aufgrund fehlender technischer, prozessualer und wirtschaftlicher Voraussetzungen bundesweit nicht umsetzbar und böte ebenfalls keine relevante alternative Ertragsperspektive. Bezeichnend sei in diesem Zusammenhang, dass das BMWE selbst in den kommenden Jahren offensichtlich nur mit 90.000 zusätzlichen jährlichen Direktvermarktungsfällen im PV-Marktsegment bis 100 kW rechnet (siehe § 10b RefE EEG). Im Falle einer ggü. 2025 in etwa konstanten PV-Nachfrage wäre eigentlich mit über 400.000 zusätzlichen DV-Fällen zu rechnen, vorausgesetzt es würden sich Direktvermarkter für die kleinen Solarstrommengen in diesem Umfang finden. “Dies dürfte ein weiterer Beleg dafür sein, dass das BMWE selbst von einem erheblichen Photovoltaik-Markteinbruch im Heim- und Kleingewerbesegment ausgeht, entgegen anderslautenden Aussagen der Ministerin”, so Körnig.

&nbsp;

<strong>Freiflächenanlagen: Steigende Kosten statt Ausbau</strong>

Auch im Marktsegment ebenerdig errichteter Solarparks sieht der Branchenverband erhebliche Wachstumsrisiken. Mehrere in den Referentenentwürfen geplante regulatorische Eingriffe würden Projekte verteuern und deren Finanzierung erheblich erschweren.

Hierzu zählen insbesondere:
<ul>
 	<li>Die weiterhin vorgesehene teilweise Streichung von Entschädigungszahlungen im Falle temporärer Netzengpässe (Redispatch-Vorbehalt),</li>
 	<li>die Einführung zweiseitiger Differenzverträge (CfD) in ihrer derzeit vorgesehenen Ausgestaltung,</li>
 	<li>eine bundesweite Einspeisebegrenzung auf 70 Prozent der installierten Leistung,</li>
 	<li>höhere finanzielle Belastungen durch die kommunale Beteiligung,</li>
 	<li>mögliche Baukostenzuschüsse und Kapazitätsentgelte.</li>
</ul>
Insbesondere der Redispatch-Vorbehalt führe zu erheblicher Planungsunsicherheit und erschwere die Finanzierung neuer Projekte. Sollten die geplanten Maßnahmen entgegen einer breiten Verbändekritik umgesetzt werden, rechnet der BSW-Solar mit einem Rückgang auch im Marktsegment ebenerdig errichteter Solarkraftwerke.

&nbsp;

<strong>Fehlender Nährboden für Agri-PV und innovative Solaranwendungen</strong>

Kritisch bewertet der BSW-Solar zudem die geplante Streichung des erst 2024 eingeführten Ausschreibungs-Untersegments für besondere Solaranlagen wie Agri-PV, Moor-PV, Parkplatz-PV und Floating-PV.

Nachdem Unternehmen über Jahre auf die Anwendbarkeit der Regelungen gewartet hätten, würde deren Abschaffung erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen und das Vertrauen in verlässliche politische Rahmenbedingungen nachhaltig beeinträchtigen.

&nbsp;

<strong>PV-Gewerbedächer: Rücknahme beschlossener Verbesserungen</strong>

Auch für Gewerbedachanlagen sehen die Gesetzentwürfe erhebliche Verschlechterungen vor. So soll der erst mit dem EEG 2023 eingeführte Volleinspeisebonus wieder entfallen. Zudem ist vorgesehen, die Vergütung für Anlagen zwischen 40 und 750 Kilowatt deutlich abzusenken.

Kritisch bewertet der Verband, dass bereits beschlossene Verbesserungen des “Solarpakets” aus der vergangenen Legislaturperiode zurückgenommen werden sollen. Zahlreiche Projekte seien bereits auf Grundlage der geltenden gesetzlichen Regelungen entwickelt worden.

Darüber hinaus sollen die Ausschreibungsmengen für Gewerbedachanlagen von bislang 2.300 Megawatt auf künftig 1.500 Megawatt pro Jahr reduziert werden.

&nbsp;

<strong>Differenzverträge marktgerecht ausgestalten</strong>

Die Umsetzung der europäischen Vorgaben zu zweiseitigen Differenzverträgen ist überfällig. Nach Auffassung des Verbandes müsse deren Ausgestaltung jedoch nachjustiert werden.

So sollte eine Erlösabschöpfung nicht bereits ab dem anzulegenden Wert einsetzen, sondern erst oberhalb eines Marktwertkorridors erfolgen. Außerdem sollten Ausnahmeregelungen für Anlagen mit Power Purchase Agreements (PPA), Eigenversorgung oder Direktstromlieferungen vorgesehen werden. Der Refinanzierungsbeitrag sollte zudem erst für größere Anlagen ab 200 Kilowatt gelten und damit die Spielräume es EU-Rechts ausschöpfen.

Die ausführlichen <strong>Stellungnahmen des Bundesverbandes Solarwirtschaft</strong> zu beiden Gesetzesvorhaben enthalten eine ganze Reihe weiterer Empfehlungen zur Überarbeitung der Referentenentwürfe im Rahmen der andauernden Ressortverhandlung und den im Herbst folgenden parlamentarischen Beratungen:

&nbsp;

<strong>Stellungnahme des BSW-Solar zur EEG-Novelle: <a title="https://bit.ly/4pTVyDL" href="https://bit.ly/4pTVyDL" data-auth="NotApplicable" data-linkindex="0">https://bit.ly/4pTVyDL</a></strong>

<strong>Stellungnahme des BSW-Solar zum Netzpaket: <a title="https://bit.ly/4ffKBbN" href="https://bit.ly/4ffKBbN" data-auth="NotApplicable" data-linkindex="1">https://bit.ly/4ffKBbN</a></strong>The post <a href="https://www.solarwirtschaft.de/2026/07/24/eeg-novelle-und-netzpaket-gefaehrden-solarausbau/">EEG-Novelle und Netzpaket gefährden Solarausbau</a> first appeared on <a href="https://www.solarwirtschaft.de">Bundesverband Solarwirtschaft</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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