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27.11.2019

Intersolar Europe 2020 als Abbild des boomenden Solarmarktes in Europa

Von: Solar Promotion GmbH

Mehr als 90 Prozent der Messeflächen gebucht

Der Aufwärtstrend im europäischen Solarmarkt setzt sich weiter fort: Für das aktuelle Jahr wird in Europa ein Photovoltaik (PV)-Zubau von 20,4 Gigawatt (GW) erwartet - das skizzierte SolarPower Europe jüngst in ihrem mittleren Szenario ihres Global Market Outlooks. Dies würde einer Steigerung von mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Für 2020 rechnet die Branchenvereinigung mit einem weiteren Zuwachs von 18 Prozent. Das rasante Wachstum des europäischen PV-Marktes spiegelt sich in den Buchungszahlen der Intersolar Europe, der weltweit führenden Fachmesse für die Solarwirtschaft, wider. Bereits sieben Monate vor Messebeginn sind mehr als 90 Prozent der Ausstellungsfläche gebucht. Zahlreiche Neuaussteller sind im kommenden Jahr mit dabei. Die Intersolar Europe findet in München zusammen mit drei weiteren Energiefachmessen vom 17. bis 19. Juni 2020 im Rahmen von The smarter E Europe, Europas größter energiewirtschaftlicher Plattform, statt.

Sonnige Aussichten für den europäischen Solarmarkt - und das auch über 2020 hinaus: Der Fünf-Jahres-Ausblick von SolarPower Europe zeigt bis 2023 jährlich zweistellige Zuwachsraten und einen Anstieg der gesamten installierten PV-Leistung auf 255 GW. Auf dem ersten Platz rangiert dabei Deutschland mit einem erwarteten PV-Zubau von 26,69 GW bis 2023 und einem jährlichen Wachstum von 10 Prozent. Danach folgen die Länder Spanien, die Niederlande und Frankreich.

Der PV-Markt in Europa erlebt derzeit seine Renaissance und das hat deutliche Auswirkungen auf die Auslastung der Intersolar Europe. Obwohl sich 2020 die Ausstellungsfläche erneut vergrößert hat, ist die Messe bereits zu mehr als 90 Prozent gebucht. Die Anzahl der Neuaussteller ist dabei stark gewachsen. 2020 wird The smarter E Europe 1.450 Aussteller und über 50.000 Besucher auf 110.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche begrüßen. Parallel zur Intersolar Europe finden auf der Innovationsplattform für die neue Energiewelt die Fachmessen ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power statt.

Wachstumstreiber im PV-Markt

Vor zehn Jahren waren die Treiber des europäischen PV-Marktes die Einspeisevergütungen in einigen wenigen Ländern, heute steht der Markt auf soliden Füßen. Die entscheidenden Markttreiber sind die weiter sinkenden Kosten und die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit von PV. So sanken die Erzeugungskosten von Solarstrom allein 2018 um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. PV-Strom wird mittlerweile in neuen Freiflächenanlagen im Megawatt (MW)-Bereich in Ländern wie Deutschland zu Kosten ab vier bzw. fünf Euro-Cent pro Kilowattstunde produziert, in sonnenreicheren europäischen Ländern wie Spanien mit noch größeren Anlagen im zwei- und dreistelligen MW-Bereich schon ab circa 2 Euro-Cent pro Kilowattstunde.

Entsprechend gewinnen subventionsfreie Geschäftsmodelle für die Finanzierung von PV-Anlagen an Bedeutung. Solarstrom lohnt sich zunehmend auch ohne Förderung. So schlossen Unternehmen laut SolarPower Europe in den vergangenen fünf Jahren PPAs (Power Purchase Agreement) mit erneuerbaren Kraftwerksbetreibern mit einem Volumen von 7,5 GW in Europa ab, um erneuerbaren Strom zu beziehen – davon allein 1,6 GW im Jahr 2019. Mittlerweile wurden PPAs für erneuerbaren Strom schon in 13 europäischen Ländern abgeschlossen, führend sind hier derzeit Skandinavien, Spanien, Portugal und Großbritannien. Doch es entwickeln sich nun auch PPA-Projekte in Ländern wie Deutschland. Aufsehen erregte Anfang Oktober 2019 die Ankündigung von EnBW, den bisher größten 180 MW starken Solarpark in Deutschland ohne Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu bauen. Die Anlage in Brandenburg soll 2020 in Betrieb genommen werden.

Im Trend: Eigenverbrauch und sektorübergreifende Anwendungen

Neben PPAs und der Direktvermarktung von Strom sind staatliche Ausschreibungen ein wichtiger Markttreiber für kostengünstigen Solarstrom, meist aus Freiflächen- und großen Dachanlagen. So konnten sich in mehreren europäischen Ländern bei technologieneutralen Ausschreibungen PV-Projekte durchsetzen. Der Eigenverbrauch von Solarstrom, sei es durch Privathaushalte oder durch Gewerbebetriebe, liegt in vielen europäischen Ländern im Trend, ist doch der Solarstrom vom eigenen Dach oftmals günstiger als der Tarifstrom vom Versorger. Auch Batterien werden zunehmend wirtschaftlicher. Dazu kommt das Auslaufen der Einspeisevergütung in Ländern wie Deutschland sowie neue Anwendungsmöglichkeiten im Rahmen der sogenannten Sektorkopplung, sei es für den Betrieb von Wärmepumpen oder das Laden von Elektrofahrzeugen.

So wollen in Deutschland 28 Prozent der privaten Haushalte, die die Installation einer PV-Anlage planen, den Solarstrom ausschließlich selbst nutzen. Dies ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens EuPD Research vom Juli 2019. Begünstigt wird die eigene Nutzung des Solarstroms auch durch das "Clean Energy Package" der EU, das unter anderem vorgibt, dass keine Steuern auf den Eigenverbrauch erhoben werden dürfen.

Weitere wichtige Treiber für PV in Europa sind die Klimaschutzziele und die Ausbauziele für die erneuerbaren Energien durch die EU und die Mitgliedstaaten. So müssen in der EU die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch muss auf mindestens 32 Prozent steigen. Die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen strebt bis 2050 die Klimaneutralität in der EU an und setzt hierzu auf einen neuen "Green Deal". Die Aussichten für PV werden auch zukünftig die Intersolar Europe weiter beflügeln.

Die Intersolar Europe sowie die Parallelmessen finden vom 17. bis 19. Juni 2020 im Rahmen der Innovationsplattform The smarter E Europe auf der Messe München statt.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.intersolar.de

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