meteocontrol bringt internationale Photovoltaik-Kraftwerke ans Netz

Einspeisemanagement in Rumänien, Frankreich und Israel

Sieben Photovoltaik-Kraftwerke mit insgesamt 60 Megawatt (MWp) hat die meteocontrol GmbH in Rumänien, Frankreich und Israel in Betrieb genommen. In Georgia geht in Kürze die größte PV-Anlage des US-Bundesstaates an das Netz. Auch hier sichert der Augsburger Spezialist für Monitoring-Systeme die Solarstrom-Einspeisung entsprechend den vorgegebenen Netzanschluss-bedingungen. Entscheidend für das optimale Einspeisemanagement einer PV-Anlage ist die Berücksichtigung aller Anforderungen des Netzbetreibers bereits in der Planungsphase. Hier setzt meteocontrol mit dem Service „Projektierung Monitoring und Einspeisemanagement“ an und übernimmt auch die Inbetriebnahme weltweit vor Ort. Für die Umsetzung des Einspeisemanagements kommen die WEB’log-Datenlogger zum Einsatz. Den Empfang diskreter und dynamischer Vorgaben zur Wirk- und Blindleistungsregelung übernimmt das Erweiterungsmodul Power Control Unit+ (PCU+). Um den wachsenden Anforderungen der Netzbetreiber auf dem internationalen Markt gerecht zu werden, hat meteocontrol die PCU+ mit zehn analogen und 28 digitalen Kanälen ausgestattet.

Rumänien: Zwei Blindleistungsregelkreise kompensieren Kabellänge Die fünf von meteocontrol in Betrieb genommenen Freiflächenanlagen mit insgesamt 46 MWp speisen in das Transelectrica-Netz ein. Die Vorgaben der Transelectrica werden über die Fernwirkschnittstelle IEC 60870-5-104 an die Power Control Station von meteocontrol übergeben und von dieser an alle Unterstationen im Feld verteilt. Die zusätzliche Herausforderung bestand darin, die durch die Leitungslänge hervorgerufene Blindleistung am Netzanschlusspunkt in der Nacht zu kompensieren. Pro Anlagenpark wurden deshalb zwei jeweils getrennt voneinander arbeitende Blindleistungsregelkreise eingerichtet. Mittels Netzanalysegerät erfolgt die Regelung auf den Netzanschlusspunkt durch einen geschlossenen Regelkreis.

Frankreich: tanphi-Kennlinie für Blindleistung

Vorgabe für den Netzanschluss der 11 MWp-Anlage in Condom ist eine tanphi-Kennlinie. Zusätzlich behält sich der französische Netzbetreiber Électricité Réseau Distribution France (ERDF) vor, eine von der tanphi-Kennlinie abweichende Blindleistung vorzugeben und die Wirkleistung zu regeln. Hierfür ist die Power Control Unit + an die Fernwirkanlage DEIE angeschlossen. Um alle Anforderungen zu erfüllen, hat meteocontrol die Power Control Software entsprechend erweitert. Mit dem Netzanalysegerät erfolgt die Regelung auf den Netzanschlusspunkt. Alle Komponenten sind im Gesamt-Messwerterfassungssystem integriert und in der Power Control Station verbaut.

Israel: Netzbetreiber forciert Erfahrungsaustausch mit meteocontrol

Erst seit Jahresbeginn 2013 müssen PV-Anlagen in Israel die Vorgaben zum Einspeisemanagement erfüllen. In der technischen Umsetzung unterscheiden sich diese deutlich von der deutschen Handhabung, jedoch zeigte sich der für ganz Israel zuständige Netzbetreiber Israel Electric Corporation (IEC) am Erfahrungsaustauch stark interessiert und möchte die Anforderungen in die von meteocontrol empfohlene Richtung weiterentwickeln. Das erste gemeinsame PV-Projekt, eine 3 MWp-Anlage auf mehreren Farmdächern eines Kibbuz, wurde bereits im Sommer gemeinsam in Betrieb genommen und soll in Kürze an das Netz der IEC zugeschaltet werden.

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