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Solarthermie

Raumwärme und warmes Wasser machen durchschnittlich 85 Prozent des jährlichen Energieverbrauches in deutschen Haushalten aus. Steigende Rohstoffpreise und der ab 2021 greifende CO₂-Preis machen die kostenlose Sonnenwärme immer attraktiver. Mit einer Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung können Hausbesitzer/innen ihren Gaskessel im Sommer ganz auslassen. Oder sie kombinieren Solarthermie mit einer zweiten erneuerbaren Heiztechnologie und heizen komplett klimaneutral. Und das auch noch mit attraktiver Förderung!

Auch für Fernwärmekund/innen bietet die Solarthermie gemeinsam mit anderen erneuerbaren Energien die Möglichkeit, mehr und mehr weg von den fossilen Brennstoffen und hin zur klimaneutralen Wärme zu kommen.
Der Bundesverband Solarwirtschaft partizipiert als Interessenvertretung der deutschen Solarbranche aktiv an der öffentlichen Debatte um die Energiepolitik. Im Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, Wirtschaftsvertretern, Medien und Öffentlichkeit erarbeitet der Verband Positionen und Konzepte zu aktuellen Fragestellungen der Energiepolitik. Wir setzen uns aktiv ein für die Wärmewende – hier ist noch viel zu tun in deutschen Heizungskellern und Fernwärmenetzen!

Steuerliche Förderung und Marktanreizprogramm

Zum Jahreswechsel 2019/2020 haben sich aus Sicht der Solarwärme-interessierten EigenheimbesitzerInnen zahlreiche Verbesserungen ergeben: Neben der völlig neuen steuerlichen Förderung beim Heizungstausch wurden die Fördersätze für Solarwärmesysteme im Marktanreizprogramm (MAP) insbesondere im Gebäudebestand deutlich erhöht.

Mit der steuerlichen Förderung bekommen VerbraucherInnen – ganz einfach und ohne vorherigen Antrag oder eine Energieberatung – 20 Prozent der Investitionssumme für ihre neue Solarthermieanlage vom Staat zurück. Die Fördersumme wird von der Steuerschuld abgezogen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserem Merkblatt.

Noch attraktiver durch deutlich höhere Fördersätze ist das novellierte Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Hier bekommen Investoren alternativ zur steuerlichen Förderung einen Zuschuss in Höhe von bis zu 45 Prozent – je nachdem, mit welcher anderen Wärmequelle sie die Solarkollektoren kombinieren. VerbraucherInnen können sich wie bisher auch entscheiden, ob Sie die Förderung als Zuschuss erhalten wollen, oder über die bundeseigene KfW Bankengruppe einen Kredit erhalten möchten, der die gesamte Investitionssumme umfasst, von der sie die Fördersumme als Tilgungszuschuss gewährt bekommen.

Förderung im Schnellüberblick

Wie läuft die Antragstellung?

Geförderte Anlagen müssen vorab genehmigt werden. Der Förderantrag muss also bereits vor Auftragsvergabe an einen geeigneten Installateur beim BAFA eingereicht werden. Es gilt weiterhin, dass nach dem Erhalt der Eingangsbestätigung auf eigenes Risiko mit der Maßnahme begonnen werden kann. Wenn eine Förderfähigkeit der Anlage weitgehend unstrittig erscheint, kann dieses Risiko eingegangen werden. Auf der sicheren Seite ist man, wenn der Maßnahmenbeginn erst nach Bewilligung der Förderung durch das BAFA erfolgt.

Alle Informationen auch zum Antragsverfahren und Fördersätzen finden Sie auf der Website des BAFA.

Hilfreiche Links zur Förderung

Verbesserungen im Marktanreizprogramm
Verbesserungen der KfW-Förderung
Steuerliche Förderung
Merkblatt des Bundesverbandes Solarwirtschaft (PDF)

Geschäftsklimaindex Solarthermie

Der BSW erhebt regelmäßig aktuelle Geschäftsklimaindizes sowie zahlreiche andere Marktstatistiken und bietet seinen Mitgliedern damit Orientierung für die Ausrichtung und regelmäßige Evaluierung der eigenen Unternehmensentwicklung.

Zu den Marktdaten

Ihre Ansprechpartnerin

Solarthermie in Wärmenetzen

Nah- und Fernwärmenetze sind ein wichtiger Schlüssel zur verstärkten Integration der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor. Sie ermöglichen es, erneuerbare Energien im großtechnischen Maßstab und zu günstigen Kosten zu sammeln und zu den Verbrauchern (Industrie, Gewerbe, Endverbraucher) zu bringen. Zudem sind Wärmenetze flexibel im Hinblick auf die Integration vielfältiger Wärmeerzeugungstechnologien.

Große Solarthermie-Anlagen können bereits jetzt – und auch in Deutschland – zu wettbewerbsfähigen Kosten von 3 bis 5 Cent pro kWh Wärme für Wärmenetze zur Verfügung stellen. Sie bietet ein hohes Maß an langfristiger Kostensicherheit für Versorger und Verbraucher. Brennstoffkosten fallen zukünftig nicht mehr an und die Investition ist gut kalkulierbar. Die solare Netzwärme ist also schon lange kein Demonstrationsprojekt mehr. Entsprechend verzeichnet die Branche derzeit ein großes Interesse bei potenziellen Kunden, etwa aus dem Stadtwerkebereich, im deutschen Markt.

Starker Zubau solarer Wärmenetze 2019

Insgesamt sechs Megawattanlagen wurden in Deutschland 2019 gebaut. Nach einer Erhebung des Steinbeis-Forschungsinstituts Solites steigt damit die Leistung solarer Wärmenetze in Deutschland in diesem Jahr um mehr als 50 Prozent. Sie beträgt nun insgesamt rund 70 Megawatt.

Verbandsziel: Mehr Solarwärme in den Netzen!

Der BSW-Solar hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu einer stärkeren Nutzung der Solarwärme für die Bereitstellung des Wärmebedarfs in Wärmenetzen zu kommen. Die Potentiale der Solarwärme in Wärmenetzen hat auch die Politik erkannt. Davon zeugt die Einführung von neuen Förderinstrumenten wie zum Beispiel das Förderprogramm „Wärmenetze 4.0“ – nähere Informationen dazu finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Auch die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung im KWK-G soll sich künftig stärker an den Erneuerbaren ausrichten. Zu diesem Zweck wird in den sog. KWK-Innovationsausschreibungen die Verbindung aus Solarthermie (oder Wärmepumpen) und KWK-Anlagen angereizt. Und der Bund bietet für solarthermisch unterstützte Wärmenetze weiterhin sehr attraktive Fördermöglichkeiten über das Marktanreizprogramm der KfW.

Politische Arbeit des BSW

Der Bundesverband Solarwirtschaft verfolgt mehrere Ansätze für mehr Solarwärme in den Wärmenetzen. Neben einer verbesserten Förderung über die Förderprogramme des Bundes (insbesondere Marktanreizprogramm) halten wir die Einführung einer Bepreisung von CO₂ ab 2021 für ein gut geeignetes Mittel, um die fossilen Energieträger und Erzeugungstechnologien durch Erneuerbare zu ersetzen. Dafür haben wir uns stets eingesetzt und auch wenn der Einstiegspreis nicht nur unserer Ansicht nach zu gering ausfällt, ist es doch der lang erkämpfte Schritt in die richtige Richtung.

Bautechnik und Baurecht

Für Solarthermiemodule gelten je nach Bundesland teilweise unterschiedliche baurechtliche Anforderungen. Auch unterscheiden sich die Auflagen für Freiflächen- und Dachanlagen voneinander. Hinweispapiere zum Thema Bautechnik und den Kontakt zur entsprechenden BSW-Fachgruppe finden Sie hier.