Conergy erzielt Einigung mit MEMC

Ammer: „Für Conergy ist dies ein Befreiungsschlag“

Die Hamburger Conergy AG und der US-amerikanische Waferhersteller MEMC Inc. haben ihren Rechtsstreit außergerichtlich beigelegt und sich auf eine erneute Anpassung des ursprünglich 8 Mrd. Dollar schweren Wafer-Liefervertrags geeinigt. Die von MEMC künftig zu beziehende Menge wird an den Bedarf der Conergy Solarfabrik in Frankfurt (Oder) angepasst. Die Waferpreise orientieren sich am jeweiligen Marktpreis.

„Für Conergy ist dies ein Befreiungsschlag“, so Conergy CEO Dieter Ammer. „Mit der jetzt ausgehandelten Einigung haben wir es geschafft, unser Unternehmen von einer wesentlichen Bürde zu befreien. Damit stärken wir unsere Wettbewerbsposition und machen unser operatives Geschäft noch flexibler – und genau das macht uns attraktiver. MEMC hat sich als kundenorientiertes Unternehmen gezeigt und wir freuen uns, die strategische Partnerschaft mit Ihnen fortzuführen.“

Den Durchbruch bei den Verhandlungen begrüßt auch Ken Hannah, MEMC President of Solar Materials: „Auch wir freuen uns über die erzielte Einigung, mit der wir unsere gemeinsamen Geschäftsbeziehungen fortsetzen werden. In Zukunft werden wir Conergy wieder mit substantiellen Mengen hochqualitativer Wafer beliefern. Darüber hinaus haben wir beschlossen, künftig beim Bau von Großprojekten umfangreich zusammenzuarbeiten. Auch dies wird für beide Unternehmen zusätzliches Wachstum bedeuten, unter anderem auch hier durch die Verwendung von MEMC Wafern.“

MEMC wird in Zukunft rund die Hälfte des Conergy Bedarfs – insbesondere von Frankfurt (Oder) – stellen. Die übrige Versorgung wird Conergy mit Lieferungen Dritter abdecken. Darüber hinaus erlaubt die Einigung Conergy, Ingots von anderen Lieferanten zu beziehen. So kann das Unternehmen auch seine Wafersägerei in Frankfurt (Oder) weiter auszulasten und damit die Wertschöpfung vertiefen.

Damit sind für Conergy drohende, signifikante Kosten- und Wettbewerbsnachteile beseitigt, Einkauf und Rohstoffzufuhr im Vergleich zum Altvertrag ausreichend flexibel und effizient ausgestaltet und eine gesicherte Rohstoffzufuhr gewährleistet. 2010 kann Conergy so seine Modulfabrik weiter hochfahren und seine Premium Module vom Typ Conergy PowerPlus noch kostengünstiger produzieren.

„Mit der Einigung haben wir einen weiteren Meilenstein in unserer Reorganisation erreicht“, so Dieter Ammer. „Ende 2007 hatten wir die drohende Liquiditätskrise des Unternehmens abgewendet, Anfang 2008 mit dem Abschluss einer Brückenfinanzierung die Neuaufstellung überhaupt erst ermöglicht und mit der Ende 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung die finanzielle Situation der Conergy stark verbessert. Inzwischen stehen wir effizienter, schlanker und wettbewerbsfähiger da.“

„Bei all diesen Schritten haben uns unsere Banken tatkräftig unterstützt – dafür sind wir Ihnen dankbar. Ihr Vertrauen in uns seit Ende 2007 haben wir nicht enttäuscht. Ich gehe davon aus, dass uns die Banken auch weiterhin positiv begleiten werden.“

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