Statement zu PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen

Zu Äußerungen aus der CDU/CSU-Fraktion bezüglich der Ausschreibung von Photovoltaikanlagen erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.:

Solarstrom von der freien Fläche und Biodiversität

Solarstrom von der freien Fläche und Biodiversität

Quelle: BSW-Solar/FirstSolar

2010 war das Jahr der Biodiversität. Gerade Solarparks können Inseln der Artenvielfalt sein, wie zum Beispiel im Solarpark Salmdorf bei München. Die Freiflächenanlage hat eine Kapazität von 1 Megawatt. Auf einer Fläche von 3,8 Hektar wird nicht nur dank moderner Dünnschichtmodule sauberer Sonnenstrom geerntet. Auch seltene Pflanzen finden hier ein Refugium.

Die geplante Ausschreibung für Solarparks wird nur dann ein Erfolg, wenn künftig in moderatem Umfang auch wieder landwirtschaftliche Flächen dafür genutzt werden dürfen, Sonnenstrom zu ernten. Die bisherige unsachgerechte Begrenzung auf Konversions- und Verkehrsrandflächen treibt die Kosten für Solarstrom unnötig in die Höhe und dürfte im Rahmen einer Ausschreibung wahrscheinlich in absehbarer Zeit zu einem Mangel an geeigneten Flächen und Wettbewerb führen. Die von der Bundesregierung geplante jährliche Zielgröße von 400 Megawatt wird zu keinem unverhältnismäßigem Flächenentzug wertvoller Ackerböden führen. Betroffen wäre eine landwirtschaftliche Fläche von nicht einmal 800 Hektar. Zum Vergleich: Für den Anbau von Energiepflanzen wurden im letzten Jahr rd. 2 Mio. Hektar Land genutzt. Hinzu kommt, dass Solaranlagen keine Böden versiegeln, im Gegenteil, sie ermöglichen ein hohes Maß an Biodiversität. Der BSW-Solar hat in seiner Stellungnahme deshalb  vorgeschlagen, die kommunale Planungshoheit zu stärken und landwirtschaftliche Flächen im geplanten begrenzten Umfang wieder für Solarparks zu öffnen.

Mehr Informationen zum Thema Biodiversität unter Freiflächen erfahren sie hier: https://bsw.li/1vr04YF

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