Informationen zum Photovoltaik Boom Markt - Iran

Workshop des BSW-Solar auf der Intersolar bringt viele neue Erkenntnisse

Der Iran ist ein boomender Markt für die Solarenergie, das ist das Ergebnis eines Workshops des Bundesverbandes für Solarwirtschaft auf der Intersolar in München letzten Freitag. Der Workshop wurde in Zusammenarbeit mit der Iran Wind Group, sowie den Beratungsunternehmen Roland Berger und eclareon durchgeführt. Zum Ende der Sanktionen gegen den Iran veröffentlichte der Verband im letzten Jahr einen umfassenden Bericht über das Photovoltaikgeschäft im Iran.

Neu ist, dass deutsche Unternehmen seit vergangener Woche Hermes-Bürgschaften für ihr Geschäft im Iran beantragen können. Diese sichern die Unternehmen gegen das Risiko einer Investitionen im Ausland. Außerdem hat die Regierung in Teheran neue und weiter attraktive Einspeisetarife bekannt gegeben. Die neue Einspeisevergütung ist bis zum Ende des nächsten iranischen Jahrs (21. März 2017) gültig.

Im Iran wurde eine neue Vergütung für Anlagen mit einer Leistung von 30 MW eingeführt. Die Tarife sind in Vergleich zum Jahr 2015 zwischen 18 und 43 Prozent gesunken. Die Vergütungen werden trotz der Absenkung von Marktbeobachtern als attraktiv eingeschätzt, sofern günstige Finanzierungsinstrumente gefunden werden.

"Iranische Firmen haben ein ausgeprägtes Interesse, mit deutschen Firmen zusammen zu arbeiten. Made in Germany steht hoch im Kurs, man weiß dort, dass sich hohe Qualität schnell auszahlt", hebt Jörg Mayer, Geschäftsführer des BSW-Solar hervor, der für die Studie "Enabling PV im Iran" verantwortlich war.

Mit dem Ende der Sanktionen ist das Land jetzt auch wieder an das internationale Bankensystem angeschlossen. Das bedeutet, die Finanzierung von Projekten und die Überweisung von Geldern ist erheblich erleichtert worden. Trotzdem brauchen Unternehmen, die im Iran aktiv sind, zwingend einen Geschäftspartner aus dem Land.

Die Finanzierung muss außerdem von Projektentwickler selbst organisiert werden. Aufgrund der im Iran extrem hohen Zinsen empfiehlt es sich, einen Kredit bei einer deutschen oder anderen europäischen Bank aufzunehmen.

Wer sich für das Geschäft im Iran interessiert, sollte am 15. November 2016 den ersten Intersolar Summit in Teheran besuchen.

Anmeldung unter: www.intersolarglobal.com/en/summits/iran.html

Mitglieder des Bundesverbandes Solarwirtschaft können sich über das Photovoltaik Geschäft im Iran in der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Solarwirtschaft informieren und unter www.solarwirtschaft.de/fileadmin/media/pdf/AA_Report_BSW_Iran.pdf die Studie "Enabling PV im Iran" herunterladen.

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