NATURSTROM bringt zwei Solarparks ans Netz

Freiflächenanlagen entlang der Autobahn A70

Der Öko-Energieversorger NATURSTROM hat kurz vor Jahresende 2020 zwei neue Solarparks entlang der A70 bei Scheßlitz und Stadelhofen in Betrieb genommen. NATURSTROM produziert mit den beiden Anlagen sowie zwei bestehenden Bürgerwindparks bei Königsfeld und Wattendorf rechnerisch so viel Strom wie 50 Prozent aller Privathaushalte im Landkreis Bamberg verbrauchen. Davon profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Die Anlage bei Scheßlitz hat eine installierte Leistung von 8,2 Megawatt, der Park im nahegelegenen Stadelhofen kommt auf 7,9 Megawatt. Zusammengerechnet werden die beiden Solarparks auf einer Fläche von insgesamt etwa 16 Hektar jährlich rund 16 Mio. Kilowattstunden Ökostrom erzeugen. In unmittelbarer Nähe zu den neuen Anlagen betreibt NATURSTROM bereits die Bürgerwindparks Wattendorf und Scheßlitz-Königsfeld. Beide liegen jeweils in Luftlinie etwa fünf Kilometer von den Solarparks entfernt. So entstehen Synergien wie etwa die gemeinsame Nutzung des bestehenden Einspeisepunktes am Umspannwerk Würgau.

„Unsere zwei neuen Solarparks sind für die Weiterentwicklung der Energiewende in der Region von großer Bedeutung. Das Dreieck Scheßlitz-Wattendorf-Königsfeld wird dadurch über die Landkreisgrenzen hinaus zu einem regelrechten Klimaschutz-Champion und beweist, dass die dezentrale Energiewende funktioniert“, sagt NATURSTROM-Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas E. Banning. Zusammengerechnet produzieren die bestehenden NATURSTROM-Bürgerwindparks und die zwei neuen Solarparks über 125 Mio. Kilowattstunden pro Jahr und können rechnerisch etwa 40.000 Dreipersonenhaushalte mit Ökostrom versorgen. Die vier Öko-Kraftwerke in der Region erzeugen damit zukünftig eine Strommenge, die gut 50 Prozent des Verbrauchs aller Privathaushalte im gesamten Landkreis Bamberg entspricht.

NATURSTROM achtet auch bei diesen Projekten auf eine hohe regionale Verankerung. Standortkommunen erhalten jährlich einen Teil der Nutzungsentgelte für lokale gemeinnützige Projekte, für die Anwohnerinnen und Anwohner gibt es regionale Stromtarife. Darüber hinaus sind Naturschutzmaßnahmen wie Heckenanpflanzungen, Blühwiesen und Schafbeweidung geplant, um den ökologischen Mehrwert der Projekte zu steigern.

„Dezentral, ökologisch, bürgernah – unsere neuesten Solarparks sind eine wunderbare Umsetzung der Energiewende-Ziele“, freut sich Banning. Zugleich mahnt er: „Damit wir auch künftig mit Erneuerbaren Energien den Klimaschutz vorantreiben können, braucht es mehr Freiräume für solche Projekte, sowohl was die Ausschreibungsmengen angeht als auch die Möglichkeiten des Bürgerengagements. Leider ist die gerade verabschiedete Novellierung des EEG hier viel zu restriktiv. Die Bundespolitik muss das Tempo der Energiewende sehr schnell deutlich anziehen!“

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